Die Luxemburger Raiffeisenbank ist fester Bestandteil des Finanzplatzes. Seit kurzem stellt sie den Präsidenten der Bankenvereinigung Luxemburgs. Ihr Geschäftsführer wurde zum Gesicht des Finanzplatzes.

Dennoch versucht die Bank, ihr Anderssein hervorzuheben. Sie ist eine Genossenschaftsbank, die ihren Gewinn nicht wie gewöhnliche Geschäftsbanken an ihre Besitzer auszahlt. Erwirtschaftetes Geld bleibt im Betrieb und fließt in Form von neuen Krediten in die nationale Wirtschaft.

Die Schaffung eines Gremiums, in dem die Wünsche und die Kritikpunkte der Kunden zur Aussprache kommen sollen, soll dieses Anderssein nun weiter ausbauen. Dass mittels einer Wahl die Kunden und Genossenschaftsmitglieder Vertreter in den Verwaltungsrat schicken können, stärkt das Gewicht der Kunden.

Anzeige

Dabei ist gerade die Finanzwelt mit ihren seitenlangen „allgemeinen Geschäftsbedingungen“ nicht bekannt für Innovationen in puncto Verbraucherfreundlichkeit. Eine Initiative wie die nun jüngst vorgestellte von Raiffeisen ist da sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung. Sie ist gut sowohl für die Verbraucher als auch langfristig für das Unternehmen selbst.

Bereits in der Vergangenheit hat die Bank gezeigt, dass sie anders sein kann als die anderen. In der Zeit vor mehr als zehn Jahren, als viele Banken größenwahnsinnig wurden, blieb die Raiffeisen ihren Ideen und ihrem kleinen Markt treu. Sie musste nicht gerettet werden. Hierhin flüchteten die Kunden, die bei anderen Banken Angst um ihr Erspartes hatten.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here