Die Herren des CHEV Diekirch machten am Sonntagabend den zweiten Meistertitel ihrer Vereinsgeschichte mit ihrem zweiten Sieg über Fentingen perfekt. Einen gehörigen Anteil am Erfolg hatte der junge Libero Philippe Glesener, der gleich in seiner ersten Saison bei den Nordstädtern voll einschlug – genauso wie die anderen Neuzugänge.

„Es war schon ein wenig stressig für mich. Ich habe nämlich in der Buvette ausgeholfen, sodass ich mir nur ein paar Mal zwischendurch Eindrücke vorm Spiel verschaffen konnte. Erst im Tiebreak konnte ich die Partie live mitverfolgen“, sagt CHEV-Präsident Patrick Wagner. Letztendlich ging der Meisterschaftsteller nach 2013 endlich wieder an Diekirch. „Die Erleichterung ist schon groß. Nachdem wir im Pokal sowohl bei den Damen als auch bei den Herren keinen Titel gewinnen konnten, fällt mir jetzt mit diesem Titel schon ein kleiner Stein von Herzen. Unsere Damen können zwar noch am Wochenende nachlegen, aber dies kann uns keiner mehr nehmen“, fuhr Wagner weiter.

Spiel noch gedreht

Nach dem souveränen Sieg in der ersten Partie gegen Fentingen ging es am Sonntagabend aber deutlich spannender zu. Dabei lag das Team von Trainer Serge Karier schon mit 1:2 zurück, ehe Diekirch das Ruder noch herumreißen konnte. „Im ersten und im dritten Satz hatten wir Probleme damit, ihren starken Aufschlag in den Griff zu bekommen. Unsere Annahme und das Zuspiel durch die Mitte funktionierten deshalb nicht so wie gewünscht. Doch danach haben wir uns besser darauf einstellen können und die Fehlerquote unseres Gegners stieg an“, sagte der Diekircher Libero Philippe Glesener, der einer der vier Neuverpflichtungen in dieser Saison war. Mit ihm und den weiteren Neuzugängen Janis Freidenfelds (Lorentzweiler), Markus Trence aus Kanada und Francisco Alberto Abreu aus der Dominikanischen Republik wurden die richtigen Verstärkungen gefunden. Serge Karier, langjähriger Trainer in Walferdingen, hat es somit gleich in seiner ersten Saison fertiggebracht, ein Meisterteam zu formen. „Vor der Saison wussten wir nicht ganz, wo die Reise hinführen würde. Doch die guten Resultate ließen nicht lange auf sich warten. Die Mannschaft spielte über die ganze Saison recht stabil. Die Neuzugänge schlugen auch voll ein und agierten auf einem hohen Niveau“, erklärte der Präsident.

Die Transferpolitik zahlt sich also aus, obwohl das Double verfehlt wurde. Trotzdem lässt der Meisterschaftstitel das Ausscheiden im Pokalhalbfinale gegen Strassen ein wenig in Vergessenheit geraten. „Wir waren schon enttäuscht darüber, dass wir in der Runde der letzten Vier ausgeschieden sind. Deshalb haben wir in der Meisterschaft nun auch Vollgas gegeben. Das hat man auch in den Trainingseinheiten gesehen. Jeder gab ein paar Prozent mehr“, so der Diekirch-Libero, der letzte Saison noch für den französischen Zweitligisten ASUL Lyon zum Einsatz kam. „Es war eine sehr schöne Erfahrung. Doch es stellte sich heraus, dass es relativ schwierig ist, Schule und Sport miteinander zu vereinen. Aus diesem Grund hatte ich mich dafür entschieden, wieder nach Luxemburg zurückzukommen“, ging der 20-Jährige noch einmal auf seine Zeit in Frankreich ein.

Einer für alle, alle für Einen

Des Weiteren lobte der luxemburgische Nationalspieler die tolle Stimmung und die mannschaftliche Geschlossenheit innerhalb des Teams. „Jeder Spieler stellt sich in den Dienst der Mannschaft. Auch die Auswechselspieler erledigten ihren Job hervorragend. Noah Wagner z.B. konnte mit seiner tollen Aufschlagserie wichtige Punkte erzielen“, fuhr Glesener weiter. Vor allem in den entscheidenden Phasen eines Spiels verhalfen diese Faktoren letztendlich zum Sieg.

Doch bisher blieb dem frisch gebackenen Meister aber noch keine Zeit zum Feiern. Dies soll aber schleunigst nachgeholt werden. Ein Datum steht auch schon fest. „Leider konnten wir unseren Titelgewinn nicht wie gewünscht feiern, schließlich musste der Großteil von uns am Montag wieder arbeiten. Deshalb blieben wir nur kurz in der Halle und gingen nachher in ein Restaurant etwas essen. Aber am Samstag haben unsere beiden kanadischen Spieler Tyler Scheerhorn und Markus Trence die Mannschaft eingeladen. Danach wird es weitergehen“, verrät Glesener.

 

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