Der parlamentarische Kulturausschuss beschäftigte sich am Dienstagmorgen mit der Lage im „Musée d’art moderne Grand-Duc Jean“ (Mudam). Die Direktorin des Museums gab die Schaffung von sechs neuen Stellen in ihrem Haus bekannt.

Als Reaktion auf die Unruhen im Mudam würde in einer ersten Phase neues Personal eingestellt: Insgesamt seien sechs neue Posten geplant, sagte die Direktorin des Museums, Suzanne Cotter, gestern Morgen vor dem zuständigen Parlamentsausschuss. Dieser hatte sich auf Initiative der CSV-Abgeordneten Octavie Modert mit der Situation im  » beschäftigt.
Im Januar hatte sich das Personal in einem offenen Brief über die Zustände im Museum beschwert und die Richtung der Direktion kritisiert. „Das Team ist erschöpft“, erklärten die Verfasser des Dokumentes. Die geleistete Arbeit stehe im Gegensatz zur inexistenten Anerkennung der Qualität der Arbeit, dazu komme ein immer höherer Leistungsdruck. Schon damals hatte die Direktorin zugesagt, weitere Mitarbeiter einzustellen und die interne Kommunikation zu verbessern.

Externer Gutachter
Die Präsidentin des Parlamentsausschusses, Djuna Bernard, sagte dem Tageblatt gegenüber, Suzanne Cotter habe den Abgeordneten mitgeteilt, ein externer Gutachter sei beauftragt worden, um die Situation unter die Lupe zu nehmen. Neben einem Bericht über die Situation werde er ebenfalls einen Aktionsplan erstellen, wie die Situation verbessert werden könne.
Dieser Plan werde im April fertiggestellt. Weitere Schritte würden dann zusammen mit allen Betroffenen, die Personaldelegation eingeschlossen, besprochen, habe Suzanne Cotter weiterhin versprochen. Sie habe zugegeben, die Situation im Mudam unterschätzt zu haben, da sie nicht über die Zustände im Klaren gewesen sei. Sie sei von der Situation völlig überrascht worden. Bernard wies darauf hin, dass das Mudam 2019 mehr Finanzmittel aus dem öffentlichen Haushalt erhalte. Diese lagen 2018 bei 7,1 Millionen Euro, für 2019 sind 8,064 Millionen vorgesehen.
Für eine direkte Stellungnahme war Suzanne Cotter nicht zu erreichen.

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