Luxemburg braucht Geschwindigkeitskontrollen, sonst würde sich niemand an die gültigen Regeln halten. Das ist die klare Botschaft von Verkehrsminister François Bausch im Interview mit RTL am Mittwochmorgen. Deswegen sei der Einsatz von fixen und mobilen Radaren und gezielten Kontrollen auch absolut gerechtfertigt.

Das gängige Argument vieler Radar-Kritiker, die Geräte würden doch nicht dazubeitragen die Straßen sicherer zu machen, widerlegt Bausch am Beispiel Frankreich. Dort würden aktuell 2 von drei Radaren nicht funktionieren, woraufhin die Zahl der Verkehrstoten um 300 Prozent in die Höhe geschossen ist. Die Geschwindigkeitskontrolle zeigen also Wirkung – und sind keine willkürlichen Maßnahmen zu Schikane der Autofahrer. “Es gibt Regeln und Gesetze, da muss man sich dran halten”, mahnt der Minister.

Die allgemeine Geschwindigkeitsbegrenzung soll aber nicht wie in Frankreich heruntergesetzt werden. Man würde weiterhin prüfen, wo eine geringere Geschwindigkeit wegen erhöhter Unfallgefahr Sinn macht und dann auf diesen Strecken eingreifen.

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Mit dem Frühling hat auch die Motorradsaison wieder begonnen. Nach einer erschreckenden Bilanz von neun Toten bei Motorradunfällen im vergangenen Jahr, will der Verkehrsminister in den kommenden Wochen einen neuen Aktionsplan vorlegen. Eine Möglichkeit von François Bausch aktuell in Erwägung gezogen wird, ist der Einsatz von zivilen Motorräder mit Kamera bei der Polizei. Dazu müsste allerdings erst der passende gesetzliche Rahmen geschaffen werden.

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