Zwei Tage nach dem OGBL hat der LCGB am Donnerstag eine Bilanz der Sozialwahlen gezogen: Präsident Patrick Dury sprach von einem hervorragenden Ergebnis für seine Gewerkschaft.

Drei zusätzliche Sitze in der Salariatskammer, ein 15-prozentiger Zuwachs der effektiven Personaldelegierten auf insgesamt 1.165 sowie 1.138 Ersatzdelegierte, die Mehrheit in der Stahlindustrie – es gibt einige Gründe zur Zufriedenheit des Präsidenten.

In einer Pressekonferenz legte er diese detailliert dar, nicht ohne zu verschweigen, dass die Ziele, etwa im Bereich der Krankenhäuser, nicht erreicht werden konnten.

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In der Arbeitnehmerkammer kommt der LCGB nunmehr auf 18 Mandate: ein Zuwachs von drei Delegierten und von 3,48 Prozent. Die zusätzlichen 143.000 Stimmen würden in etwa dem Zuwachs des OGBL entsprechen, relativ gesehen seien es deshalb mehr, so der Präsident, der aus dem Wahlresultat ableitet, dass es keinen Grund gibt, auf die Forderung des OGBL nach einer Einheitsgewerkschaft einzugehen. Das gute Resultat der Sozialwahlen sieht er als demokratischen Auftrag, als LCGB weiterzuarbeiten und die Position der Gewerkschaft weiterzuentwickeln. Auch sprach er sich für eine Reform der Wahlprozedur aus; es seien zu viele Wähler beteiligt, als dass die Auszählung weiterhin manuell erfolgen könne. Er plädierte für eine elektronische Wahl.

Die Aleba und deren gefährdete sektorielle Repräsentanz verwies Dury auf das Arbeitsgesetz, das zwei Bedingungen vorsieht: Ein Resultat von mehr als 50 Prozent in dem Sektor wurde von der Aleba verfehlt, nun gelte es, seitens der Arbeitsinspektion ITM die zweite mögliche Bedingung, die von mehr als der Hälfte der Delegierten in den Betrieben (ohne die keiner Gewerkschaft angegliederten Personaldelegierten) zu überprüfen. Der LCGB habe hier andere Ergebnisse als die ITM, was dieser auch mitgeteilt worden sei.
Es bleibt demnach weiter unklar, ob die krisengebeutelte Aleba diese für sie überlebenswichtige Hürde schaffen wird. Die Antwort wird das Ministerium liefern müssen.

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