Großzügig ausgestattet, komfortabel und attraktiv im Look, der rundum aufgefrischte Ford Edge wird alle begeistern, die mit einem SUV souverän und unbekümmert die Straße erleben wollen. Da er nebenbei mit seinem Allrad auch im Gelände für anspruchsloses Fortkommen sorgt, sind seiner Akzeptanz keine Grenzen gesetzt, obwohl er preislich nahe an die deutschen Platzhirsche herankommt. Leistungsmäßig allerdings nur mit dem 238 PS starken Bi-Turbo-Diesel. Die 190-PS-Version dieses 2-Liter-EcoBlue-Diesel dagegen reichen für den Alltag, und der spielt sich hauptsächlich auf der Straße ab.

„Sieht dynamisch und kräftig aus“, grinste Oma mit den Springerstiefeln und blätterte behaglich in ihrem Magazin „Rüstungseinkäufe im Dritten Alter“. „Schöner und moderner als der Holzhacker-Bronco, den man in jeder US-Serie sah, wo eine überforderte Mutter mit Jeans und karierter Bluse ihre schreienden Kids zum Kindergeburtstag chauffierte und während der Fahrt über Handy eine Freundin tröstete, deren Mann soeben mit einer Verkäuferin aus der Tierhandlung mit einem Mustang abgehauen war.“ Ein neuer Bronco wird übrigens für 2020 erwartet, bis dahin sollte man sich mit den Vorzügen des 2019er Edge abgeben.

Mit einer Länge von 4,83 m ein ausgewachsenes Reise-SUV, das seinen Insassen viel Platz und Komfort bietet, wie geschaffen für ermüdungsfreie Fahrt auf langer Distanz, leicht zu fahren auch bei schärferem Tempo auf der Landstraße und einigermaßen sanft in der Federungsabstimmung. Sein permanenter Allrad lässt ihn auch im Gelände problemlos durchkommen, ohne ihn gleich zu einem Spezialisten für Schlammschlachten und Sanddünen zu machen, hier verhält es sich ähnlich wie mit den meisten Allrad-SUVs, die wirklich unwegsames Gelände nur aus dem Fernsehen kennen.

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Unser Testfahrzeug war die Titanium-Ausgabe, gleichbedeutend mit einem eindrucksvollen Gesamtangebot von Assistenzsystemen für sichere Fahrt, bequemes Parken und zeitgemäße Unterhaltung, was Ton und Infotainment betrifft, bequeme Sitze, gute Rundumsicht und viel Ruhe im Innenraum bei entspannter Fahrt.

Nur die manuelle Sechsgang-Schaltung in Verbindung mit dem 190 PS starken 2-Liter-Turbodiesel sorgt für etwas Abwechslung, der kultivierte Diesel lässt sich allerdings auch bei schaltfauler Fahrweise nur selten aus der Ruhe bringen, sofern man es nicht eilig hat. Auch bei betont gemütlicher Fahrweise sind die vom Werk angegebenen Verbrauchsdaten (6,0 Liter im Durchschnitt) eine sehr optimistische Vorgabe, mindestens sieben Liter entsprechen eher dem Vorwärtsdrang dieses immerhin über 2 Tonnen schweren SUVs, das immerhin souveränen Fahrkomfort unter großzügigen Platzverhältnissen im Innenraum bietet.

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