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Forum / In Krisenzeiten werden die Menschen konservativer
 Foto: Freepik

Wir leben in einer freiheitlichen, demokratischen Gesellschaft, in welcher die Menschenrechte das Maß aller Dinge sein sollen. Jeder sollte sein Leben frei gestalten können. Soweit die Doktrin. Die Wirklichkeit ist anders.

Unsere Gesellschaft steckt voller Widersprüche. Freiheit muss man sich leisten können. Gleichheit scheitert an Herkunft, Gesundheit und Intellekt. Brüderlichkeit ist das Feigenblatt für Egoismus sowie Angst vor Fremden. Für den Schweizer Journalisten Roman Bucheli ist der Mensch ein „Gewohnheitstier“, dem nichts „widerwärtiger (ist) als der stete Wandel und die damit verbundene Unsicherheit“. Der Mensch sei nie „konservativer als in Zeiten der Verunsicherung“. Deshalb hätten wir es uns „zur schlechten Gewohnheit gemacht, angesichts lauernder Gefahren die eigene Fragilität zu kultivieren“.

Das ist wohl der Grund, weshalb die Menschen mit Begeisterung immer mehr Verbote akzeptieren. Und die Parteien mit Vorschlägen für immer mehr „Sicherheit“ wetteifern. Unentwegt werden neue Regelwerke erstellt, um „Gefahren“ zu neutralisieren, Leben und Eigentum zu schützen, die Umwelt und die Gesundheit zu bewahren. So hat die EU-Kommission im Jahr 2022 ganze 2.103 legislative und nicht legislative Akte verabschiedet oder geändert, aber deren bloß 535 außer Kraft gesetzt. Diese reglementarische Logorrhöe wird auf nationaler Ebene überall verstärkt. Was bleibt von der gerühmten „Freiheit“ angesichts der wie Krebsgeschwüre auswuchernden Bürokratie?

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Grober J-P.
4. Januar 2023 - 10.09

"Moderne Diesel-Autos sind inzwischen sauberer als Elektromobile." Lieber Robert, jetzt aber raus mit der Sprache. Sollte ich meinen 11 Jahre alten Diesel doch noch umrüsten lassen. Bitte dringend um Zahlen! CO2, NOX, Bilanzen auf etwa 10 Jahre umgerechnet. MbG.

Phil
4. Januar 2023 - 0.25

Bravo, Herr Goebbels... ihre Zwischenrufe sind immer sehr lesenswert, zeugen sie doch von einer bodenständigen, pragmatischen Einstellung die bei vielen Politikern verloren gegangen ist. Wobei es im Prinzip sehr einfach ist, man braucht nur das Teil zu aktivieren was sich zwischen den Trommelfellen befinden. Nur ist da bei manchen nicht sehr viel... ausser einem Vakuum.

JJ
3. Januar 2023 - 20.17

@Jemp, jaja. tempus fugit. Die Grünen in der BRD traten einst im Bundestag in Turnschuhen an und hatten Salatköpfe unter dem Arm. " Wenn alle Bäume gefällt,alle...blablabla..usw." Was ist davon geblieben.Joschka Fischer tauschte seine Lumpen gegen Nadelstreifen aus,hat 20 Kilo zugenommen und die Bundeswehrsoldaten weiter geschickt als ihre Väter je gekommen sind.( Afghanistan ) Heute fliegt ihnen die Abschaltung der AKW's um die Ohren und sie wollen weiter Kohle verbrennen weil die Lichter ausgehen. Fazit: Wenn's uns an den Pelz geht ändern wir schnell unsere Meinung

Jemp
3. Januar 2023 - 12.56

Für die LSAP galt vor 40 Jahren noch die Devise: "Gesetze, die keiner einhält, sollte man abschaffen." Heute ist sie eine Partei geworden, die zusammen mit den Grünen die meisten Verbote anstrebt. Das geht von immer irrsinnigeren Geschwindigkeitsbegrenzungen über ein sinnfreies Verbot von zu gelb frittierten Fritten, bis zum Wunsch nach einer massiven Zuckersteuer. Das kann noch lustig werden! Die Rechtsextremisten vom ADR lachen sich schon ins Fäustchen.

JJ
3. Januar 2023 - 10.09

"Doch die Menschen glauben allzu gerne an Horoskope und Wahrsager. Das erklärt den Erfolg der Religionen und vor allem der Sekten. " Richtig. Aber dieser Erfolg hängt auch wiederum vom Intellekt und der Bildung ab. Kritisch hinterfragen und bezweifeln kann nur nützlich sein. Dann bräuchten keine Frauen in muslimischen Ländern um ihre Rechte zu kämpfen,dann gäbe es keine Priester und Gurus die den Menschen den Alltag diktieren usw.Die Zahl der Wunder hat mit der Bildung und der "Privatisierung" der Religion abgenommen. Es ist der Konservativismus der den Fortschritt immer wieder lähmt. In den USA haben Eseleien wie der Kreationismus Einfluss auf Politik und Gesellschaft,der Darwinismus wird als eine zweifelhafte (nur)Theorie hingestellt und der Klimawandel ist ein Fake.(Trump) Der Club of Rome sagte bereits vor 50 Jahren voraus was ansteht. Reagiert wurde nicht,denn....das liegt ja in weiter Ferne und geht uns nichts an. Allein in Luxemburg hatten die Verantwortlichen für den Bau der Tram viel Schelte zu ertragen. "Wir brauchen keine Tram und stehen lieber im Stau hinter Gelenkbussen" " Radarfallen sind Abzocke."( und keine Lebensretter für Raser ) usw. So kommen wir auch nicht weiter. Es gilt also weiterhin: " Jeder für sich und nicht für alle."