Spätestens seit Anfang Sommer 2020 ist klar, dass Covid-19 trotz effektiver Impfstoffe erst dann gestoppt werden kann, wenn die Menschen überall Herdenimmunität erreicht haben – also wenn der Bevölkerungsanteil, der noch infiziert werden kann, so klein ist, dass die Seuche sich nicht mehr verbreitet.
Dabei reicht es nicht, wenn nur einzelne Länder an diesen Punkt kommen. Solange das Virus in anderen Teilen der Welt immer noch zirkuliert, werden weiterhin zufällige Mutationen auftreten. Einige werden für das Virus unvorteilhaft sein, aber manche werden sich als noch ansteckender oder tödlicher erweisen. Auch dies wissen wir bereits.
Und die westlichen Länder, die reichen Länder der Ersten Welt, werden sich einen Dreck um die Länder der Dritten Welt scheren. Sie haben sie früher zur Kolonialzeit gnadenlos ausgebeutet und sich auf ihre Kosten bereichert. Sie tragen eine erhebliche Schuld an dem desolaten Zustand unseres Planten: Umweltzerstörung, Flüchtlingsströme, Corona, das hängt alles zusammen und es ist auch keine Änderung in Sicht solange wir, auf unserem Zuckerplätzchen, nicht umdenken und bereit sind zu teilen. Leider hat uns das niemand beigebracht und vorgelebt. Empathie ist einfach nicht angesagt. Es erinnert irgendwie an die sich vordrängenden Politiker oder Vorstandsvorsizenden bei der Covid-Impfung. Und wie steht es um das Gewissen das jedem von uns angeboren ist und mit dessen Bissen wir früher oder später konfrontiert werden?