Mit einiger Besorgnis hatten die Manager der Premier League die Spiele zur EM-Qualifikation verfolgt, denn viele ihrer Stars mussten für Heimat und Vaterland die Knochen hinhalten und ihre Fitness für die kommenden Meisterschaftsspiele riskieren.

Bei Chelsea bangte man um Hazard, bei Tottenham um die gesamte Innenverteidigung, bei City um Sané oder bei Liverpool um Van Dijk. Große Erleichterung dann nach den Wochenendspielen, die Stars kamen zumeist ungeschoren davon, auch wenn der eine oder andere ordentlich gerupft worden war. Nicht körperlich, aber psychisch angeschlagen war Van Dijk, der laut Manager, Presse und eigener Einschätzung ein Weltklasse-Innenverteidiger sein soll und gegen die Pfadfinder aus Deutschland eine Halbzeit lang über den Platz irrte, als würde er nach durchzechter Nacht auf dem Camping von Bauschleiden seinen Wohnwagen suchen. Möglich, dass die Holländer im Gefühl ihres Aufwärtstrends den Gegner unterschätzt hatten, das kennt man. Sich treu blieb ein Ryan Babel, früher schon bei Liverpool eine Lachnummer wegen seiner Harmlosigkeit vor dem Tor, der mit seiner leuchtenden Haarfarbe in jedem Strafraum schon von weitem zu erkennen ist. Liverpool Manager Klopp war trotz Van Dijks Auftritt zufrieden, er hatte die Franzosen unter der Woche gesehen und festgestellt, dass das neue Gebiss von Deschamps ihm kaum einen Werbevertrag bei einer Zahnpasta-Marke streitig machen wird.

Auch in Luxemburg herrschte gute Laune, denn nach dem Untergang der Lulima und der anderen deutschen Vereine in der Champions League gab es mit dem Sieg in Holland wieder gute Laune bei den ersten Grillabenden zur Feier des Frühlings.

Um die eigenen englischen Spieler im internationalen Einsatz mussten sich die Manager weniger Sorgen machen, England überzeugte gegen die harmlosen Tschechen mit viel Spielwitz und Laufarbeit und entdeckte so nebenbei das Können einiger Talente, die im Schatten der Stars heranwachsen und demnächst von der Reservebank auf Aston Martin oder Bentley umsteigen werden. Talente hat man in Schottland oder Irland nicht. Gegen eine Thekenmannschaft aus Gibraltar gelang den Iren gerade mal ein Tor, nach dem Spiel, in der Kneipe, sollen die Einheimischen ihren Gegnern sogar mehr als ebenbürtig gewesen sein.

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