Die Partie zwischen Luxemburg und der Ukraine wurde von unschönen Szenen überschattet. Augenzeugenberichten zufolge wurde in der Gästekurve mehrmals der Hitlergruß gezeigt. Auf unserem Foto ist einer der ukrainischen Ultras zu sehen wie er die verbotene Geste während der ukrainischen Nationalhymne zeigt, die in der zweiten Hälfte noch einmal lautstark angestimmt wurde.

Am Stadionzaun hing eine Flagge mit dem Konterfei von Stepan Bandera. Der 1959 verstorbene ukrainische Politiker wird in Teilen des osteuropäischen Landes als Nationalheld verehrt. In Polen oder Israel gilt er jedoch als Nazi-Kollaborateur. Bandera arbeitete mit der Wehrmacht zusammen und war an Pogromen gegen die jüdische Bevölkerung beteiligt. Später landete er im Konzentrationslager Sachsenhausen aus dem er jedoch entlassen wurde. Viele seiner Aktion unternahm er, um die Unabhängigkeit der Ukraine zu garantieren, weshalb er Heldenstatus in seiner Heimat besitzt.

Ordnungsdienst reagiert nicht

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Direkt neben dem Konterfei von Bandera hing eine Fahne der rechtsextremen ukrainischen politischen Partei Prawyj Sektor. Sie spielte eine entscheidende Rolle bei den Kämpfen gegen die Polizei auf dem Maidan-Platz und bezeichnet Homosexualität als “unnatürlich”.

Dieses ganze Szenario wurde beobachtet von insgesamt nur sechs Sicherheitsleuten, die sich der Tragweite dieser Symbolik nicht bewusst waren oder nichts unternehmen wollten. Dabei gibt es einen präzisen Uefa-Katalog mit Symbolen, die im Stadion verboten sind und die mit einem Stadionverweis geahndet werden müssen.

Der Hitler-Gruß gehört dazu.

 

 

 

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