„Pierre Werner“ ist in Luxemburg ein sehr bekannter Name. Während 20 Jahren war er Premierminister von Luxemburg. Das weiß jeder, der sich hierzulande für Geschichte interessiert. Deutlich weniger bekannt ist, dass er in den Jahren 1945 bis 1949 auch Luxemburgs erster Bankaufseher war.
Vor fast genau vor 75 Jahren wurde das „Commissariat au contrôle des banques“ gegründet. Es waren schwierige Zeiten: Während der deutschen Besatzung waren die luxemburgischen Geldscheine in Hochöfen der Stahlindustrie verbrannt und durch die Reichsmark ersetzt worden. Nach dem Krieg mussten dann diese Scheine wieder eingesammelt und durch neue, in den USA gedruckte „Luxemburger Franken“ ersetzt werden. Zudem mussten sich die Banken des Landes nach dem Kahlschlag in den Besatzungsjahren wieder neu aufstellen. All diese Umstellungsprozesse galt es zu begleiten und zu überwachen. Erst danach konnte die neue Behörde mit der eigentlichen Überwachung des Bankensektors beginnen. Gerade mal zwölf Banken hatte die Handvoll Mitarbeiter des „Commissariat“ damals im Blick zu halten.
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