Holcim und Lafarge planen einen Zusammenschluss unter Gleichen, teilten das schweizerische und das französische Unternehmen am Montag mit. Der Hauptsitz werde in der Schweiz sein. Das Unternehmen mit dem Namen LafargeHolcim werde der «fortschrittlichste Konzern der Baustoffbranche» sein.
Die Verwaltungsräte beider Konzerne haben laut Mitteilung dem Zusammenschluss einstimmig zugestimmt. Zudem hätten einflussreiche Aktionäre beider Unternehmen bereits ihre volle Unterstützung zugesichert.
«Außerordentliche Synergien»
«Die einmalige Positionierung von LafargeHolcim wird es uns erlauben, der Bauwirtschaft die Baustoffe zu liefern, um für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet zu sein», erklärte Holcim-Verwaltungsratspräsident Rolf Soiron. Der neue Konzern werde von Marktchancen in entwickelten Märkten sowie den am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Welt profitieren. Lafarge-Präsident Bruno Lafont erklärte, der Zusammenschluss ermögliche «ausserordentliche Synergien».
Holcim hat im vergangenen Jahr 139 Millionen Tonnen Zement verkauft und kam auf 19,7 Milliarden Schweizer Franken (gut 16 Mrd Euro). Lafarge kam auf 137 Millionen Tonnen und einen Umsatz von gut 15 Milliarden Euro.
Ende September 2013 weihte Holcim in der Industriezone «Um Monkeler» in Schifflingen eine Betonfabrik ein. Jährlich sollen hier zwischen 150.000 und 200.000 Kubikmeter Beton hergestellt werden.
Zu Demaart
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