Gute Nachrichten für das Wirtschaftswachstum im Großherzogtum: Im kommenden Jahr soll die Wachstumsrate von 2,0 Prozent in diesem Jahr auf 2,7 Prozent steigen. Das geht aus den neuesten Schätzungen der Statistikbehörde Statec hervor.
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Das hat auch positive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Die Zahl der Beschäftigten wird um rund 1,7 Prozent zunehmen. Allerdings dürfte sich im gleichen Zeitraum die Zahl der Arbeitslosen in Luxemburg leicht erhöhen und auf 7,2 Prozent im kommenden Jahr steigen.
Das Wirtschaftswachstum wird vor allem durch die Exporte beflügelt werden, während die Binnennachfrage aufgrund der kaum steigenden Löhne eher stagnieren wird, so das Statec. Negativ auf die Wirtschaftsentwicklung dürfte sich auch der automatische Datenaustausch auswirken.
Datenaustausch senkt Steueraufkommen
Nach Simulationen des Statec könnten ausländische Anleger zwischen fünf und 15 Milliarden Euro aus Luxemburg abziehen. Schätzungen des Statec zufolge könnte das rund ein Prozent des Mehrwertes des Finanzsektors sein. Das entspricht rund 2.000 Arbeitnehmern. Dem Staat können durch den Abzug der ausländischen Anlagen zwischen 0,2 und 0,3 Prozentpunkte an Einnahmen verloren gehen.
Die Inflationsrate in Luxemburg im kommenden Jahr dürfte mit 1,5 Prozent sehr niedrig sein. Bereits im laufenden Jahr wird sie durchschnittlich gerade einmal 1,7 Prozent betragen. Für die gegenwärtig niedrige Inflationsrate sind für allem fallende Energiepreise verantwortlich.
Baubranche und Industrie ziehen an
Auch die Wirtschaft in der gesamten Eurozone dürfte im kommenden Jahr wieder an Fahrt gewinnen. Seit dem Sommer hat die Aktivität sowohl in der Baubranche als auch in der Industrie in Luxemburg wieder deutlich angezogen. Allerdings hat die Bauaktivität vor allem bei Gewerbeflächen zugenommen, während sie bei Wohngebäuden geringer ausfiel als 2012.
Auch der Automobilsektor hat einen klaren Satz nach vorne gemacht. Zwar sind die Neuanmeldungen in den ersten Monaten dieses Jahres stark gefallen, seit Ende des Sommers steigen sie aber wieder deutlich an.
(Stefan Osorio-König/Tageblatt.lu)
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