Mein Zimmerkollege aus der Lodge Tomonori «Rip» Tanaka, ein japanischer Fotograf, drückte es perfekt aus : «This place is like heaven. Everything is a toy», also dieser Ort ist himmlisch und das Gelände ist ein riesiger Spielplatz.
Der Mensch ist bekanntlich ein Gewohnheitstier. Aber an schöne Orte gewöhnt er sich noch schneller: das merke ich, als der Heli wieder in Nelson landet. Auf der Baldface Lodge herrscht einfach eine andere Zeitzone.
Der Montag war auch der Tag nach der After-Event-Party. Und als am Morgen um 8.00 Uhr die Snow-Cats aufbrachen, war noch nicht jeder ganz frisch. Einige suchten noch ihre Snowboard-Schuhe, Mütze, Brille; andere suchten einen Weg, den hangover zu überstehen.
So stand Erholung in der Lodge an, was bei der Gemütlichkeit dieses Ortes keineswegs schwerfällt. Ganz so schlimm schien der hangover dann doch nicht gewesen sein, denn gegen Mittag machte man sich bereits wieder gedanken über erste Drinks. Kurz darauf standen «Seizure» und Bier auf dem Tisch. Aber nur in einmaliger Ausführung, danach verabschiedeten sich die meisten zur Mittagsruhe.
Ich war am «transfer day» in Gesellschaft von einigen Red-Bull-Leuten, Fotograf Scott Serfas und auch Snowboarder John Jackson, der den Supernatural 2012 auf Rang 4 abgeschlossen hatte, aber jetzt wegen einer Kreuzbandverletzung ausfällt. «Die Verletzung habe ich mir in Chile im vergangenen Sommer zugezogen. Ich habe danach ein neues Kreuzband eingesetzt bekommen. Ich hoffe, dass ich im März wieder einige Schwünge machen kann und im April wieder richtig Snowboarden. Ich vermisse es so sehr», so Jackson. In diesem Jahr verrichtete er einige TV-Arbeit beim Ultra Natural. Nach unserem Gespräch entschwand John Jackson dann in die Massage und Physiotherapie.
Einen weiteren «Kunden» für die Massage gab es am Montag auch noch: Sal Masekela, einer der bekanntesten Extremsport-Moderatoren der USA, wurde von einem unachtsamen Skifahrer über den Haufen gefahren und kam mit einer Verletzung am Knie und Schienbein zurück in die Lodge.
Von einer der drei Massage-Therapeutinnen erhielt ich dann noch etwas für mein Knie: ein chinesisches Mittel, das kühlt und die Schmerzen lindern soll : «Bei Travis (Rice, d. Red.) und mir hat es bei den Nackenschmerzen geholfen.» Bis jetzt verspüre ich noch keine Wirkung. Aber vielleicht muss man das Mittel öfters als einmal benutzen. Und die Gelegenheit bekomme ich am Dienstag, denn – Überraschung – es geht nochmal rauf in die Lodge. Red-Bull-Vertreterin Raechel telefonierte mir am Montag und verkündete die Nachricht.
Also, heli up…
D’Rees geet geschwë virun.
Zu Demaart























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