Dienstag13. Januar 2026

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«Op d´Rees mam Tageblatt»

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Vor kurzem wurde im Tageblatt-Gebäude in der Kanalstraße der Keller geräumt. Da kamen echte Schätze zum Vorschein – u.a. Koffer-Schilder, wo die Adresse des Inhabers drauf steht, in den für einige gewöhnungsbedürftigen Farben Rosa und Neon-Gelb.

Warum ich das hier erzähle : zwei von diesen Dingern hatte ich mir sofort gesichert. Zu ihrem ersten Einsatz kamen diese Stücke mit Sammelpotenzial dann Anfang der Woche. Das Ziel : Nelson im kanadischen British Columbia. Zur kurzen Orientierung : Nelson liegt etwa eine Flugstunde östlich von Vancouver entfernt. Und der Grund der Reise : das Red Bull Ultra Natural, ein neuer, innovativer, spektakulärer Snowboard-Event, organisiert vom wohl besten und momentan bekanntesten Snowboarder der Welt, Travis Rice.

Logo" class="infobox_img" />«Tageblatt-Snowboard-Experte David Tinnnes weilt momentan beim Red Bull Ultrantaural in Nelson/Kanada».

Und der passt perfekt zur Stadt Nelson und Umgebung, die Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts einen Gold- und Silber-Rush erlebte. Nelson ist so etwas wie ein Aussteiger-Ort, ohne negative Benotung. Das Stadtbild beherrschen Leute in Ski oder Snowboard-Klamotten. Und das sind zum Großteil keine Touristen. Denn Nelson ist nicht unbedingt einfach zu erreichen. Castlegar Airport wird auch Canclegar Airport genannt. In dem Tal entkommt der Nebel nicht immer und Flüge werden oft annulliert. Eine andere Option ist die Anreise von Spokane in den USA mit dem Auto (etwa 3 Stunden).

Nelson ist der Gegenpart zum mondänen Whistler, etwa zwei Stunden Autofahrt von Vancouver entfernt. So wie in Whistler tummeln sich aber auch in Nelson Leute, die ihr Leben mit Skifahren oder Snowboarden verbringen und die sich perfekt unter die Künstler, Musiker mischen. Im Sommer Geld scheffeln, um den Traum vom sogenannten «Ski-Bum» zu leben. Ihre eigenen Skimobile auf den übergroßen – aber hier üblichen – Trucks haben. Die in ihrer eigenen Welt leben. Einer Welt, wo es den besten Pulverschnee der Welt gibt.
Der Fahrer des Flughafen-Shuttles hatte es in diesem Sinne dann aber doch etwas zu dramatisch ausgedrückt : «In Nelson gibt es Restaurants, Hippies und Marihuana.

D’Rees geet geschwë virun.