Donnerstag22. Januar 2026

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«J’aime beaucoup m’inspirer d’Andy»

«J’aime beaucoup m’inspirer d’Andy»

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Nett, zuvorkommend. Attribute, welche der 28-jährige Maxime Monfort Belgier aus dem Team Leopard-Trek wenigstens auf dem Rad in Zukunft gerne beiseite legen will, da sie ihm hinderlich sind.

Tageblatt: Du stammst ja aus Bastogne, ganz in der Nähe von Luxemburg. Jetzt bist du in einem Luxemburger Team. Sprichst du denn auch einige Brocken luxemburgisch?

Logo" class="infobox_img" />Maxime Monfort auf Mallorcas Straßen

Maxime Monfort: (lacht) „A part ’Moien’ et ’tip top’, rien. C’est Andy (Schleck) qui dit toujours comme ça.“

Wie wurde in deiner Heimat der Wechsel nach Luxemburg aufgenommen?

„Wenn du fragst, warum ich nicht mehr in Belgien fahre, dann weil ich denke, dort momentan nicht meinen Platz zu haben. Aus vielerlei Gründen. ‚J’ai goûté au haut niveau … être entouré des meilleurs coureurs, avoir le meilleur matériel possible … j’aime tout ça. J’aime l’innovation.’“

Und das hast du alles bei Leopard-Trek?

„Ja, auch das innovative Training. Ob in den Bergen oder als große Gruppe. Auch, dass großen Wert auf den Charakter der Fahrer gelegt wurde, das kannte ich vorher so nicht. In Belgien jedenfalls gibt es das in dieser Form nicht.“

Bist du ein experimentierfreudiger Mensch?

„Ja, ich versuche, aus allem das Beste herauszuziehen. Was mir fehlt, ist allerdings diese gewisse Siegermentalität. Ich bin etwas zu ängstlich, in den Rennen hindert mich das leider etwas. ‚J’aime beaucoup m’inspirer d’Andy et de Frank. Surtout Andy, il est relax tout le temps, il ne se prend pas la tête. C’est ce qui fait sa force.‘ Ich mag es, ihn zu observieren. Wie er lebt und funktioniert.“

Ist dir deshalb der ganz große Durchbruch auch noch nicht gelungen trotz deiner jetzt 28 Jahre?

„’Oui, il manque le petit truc.‘ Ich weiß, dass ich wegen meiner körperlichen Defizite im Bereich der Explosivität immer etwas benachteiligt sein werde. Was in einem Finale oft den Ausschlag ausmacht. ‚Mais sincèrement: il faut que j’ose plus, que je prenne plus d’initiative.‘ Es ist ein Problem des Kopfs, weil mehr trainieren als ich es tue, kann man fast nicht.“

Du hast bei deinem alten Team Columbia HTC auch Kim Kirchen gekannt …

„… ja, wir haben oft das Zimmer miteinander geteilt. Bei der Tour de Suisse, der Tour de France.“

Wie sehr hat dich seine Geschichte berührt?

„’Ça a marqué tout le monde.‘ Ich erinnere mich noch ganz genau, dass wir an dem Tag, als es geschah, während der Etappe der Tour de Suisse miteinander sprachen. Und dann passierte das in derselben Nacht. Das macht einem Angst. Ich habe danach oft an ihn und an seine Familie gedacht. ‚Le corps humain est une machine qui peut parfois dérailler un peu.’“

Wie sieht dein sportliches Anfangsprogramm aus?

„Ich fange hier auf Mallorca (6. Februar) an, dann Andalusien-Rundfahrt, Paris-Nice, Critérium international, Pays basque und die Frühjahrsklassiker.“

Und welche fährst du auf Sieg?

„Ab Paris-Nice bis Liège-Bastogne-Liège. Dort werden wir bei jedem Rennen eine sehr starke Mannschaft beisammen haben. Ich denke, jedes Mal ein wichtiger Baustein sein zu können.“