Mittwoch14. Januar 2026

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Eine besondere Beziehung

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Ich nehme viele Eindrücke von dieser Reise mit nach Hause (und natürlich ein dick geschwollenes Knie ...). Im letzten Blog-Eintrag versuche ich eines davon aufzugreifen.

Was mir bei meinem Aufenthalt besonders aufgefallen ist, war die Beziehung zwischen Snowboard-Journalisten und Snowboardern: die ist sehr eng, quasi ohne Distanz. Das ist fürs Erste eine Feststellung, keine Beurteilung.

Für mich war das etwas Neues : «normale» Journalisten sind das sicherlich nicht gewohnt. Die Beziehungen mit den Sportlern in Luxemburg sind – in den allermeisten Fällen – beruflicher Natur. Und das ist auch gut so.

In meinen Überlegungen zu diesem Thema habe ich mit Pat Bridges – früher selbst Snowboarder, jetzt Herausgeber des Snowboarder Magazine – gesprochen. Er beschrieb es «als Familie», die Beziehung zwischen Journalisten und Snowbaordern. Er führt dies bei sich persönlich darauf zurück, dass er die meisten Athleten seit 10, 15 Jahren persönlich gut kenne.

Aber auch auf die Entwicklung der Sportart: zu Beginn hat jeder zusammenhalten müssen, damit die Sportart überlebt und überhaupt mal anerkannt wird.

Das ist natürlich eine andere Voraussetzung, als bei den Sportarten, die wir normalerweise behandeln. Aber trotzdem habe ich mir einen Punkt gemerkt: im Snowboard-Journalismus geht es darum, die Sportart und ihre Kultur auf bestmöglichem Weg nach außen zu verkaufen und zwar authentisch. Und was auch noch wichtig ist: auf die Persönlichkeiten und verschiedenen Charaktere der Snowboarder eingehen und diese dem breiten Publikum präsentieren. Und auch dies geling mit Authenzität und hohem journalistischen Anspruch.

Ich will nicht sagen, der eine Journalismus ist schlecht, der andere gut. Fakt ist aber, man sollte seine Augen mehr öffnen, von seinem hohen Pferd runter, sich selbst nicht zu ernst nehmen und sich auch von einer Randsportart – wie manche sie noch nennen, was sie meiner Meinung nicht mehr ist – etwas abschauen.

Das war also der Abschluss der Reise. Ich bedanke mich für das Interesse und ich hoffe es hat ihnen gefallen. Und auf diesem Weg möchte ich noch auf die Berichterstattung im Rahmen des Red Bull Ultra Natural in den Editpress-Medien in den kommenden Wochen hinweisen.

D’Rees ass hei mat fäerdeg.