Die Demütigungen nehmen kein Ende. «Ein Fünf-Sterne-Frankreich zeigt England, wie es geht», schimpfte die Daily Mail. Island, das England so dermaßen blamiert hat bei der EM, ist nun selbst vorgeführt worden – und das ausgerechnet vom großen Rivalen von der anderen Seite des Kanals.
Als wäre das alles nicht schon schlimm genug, bekommt das Mutterland des Fußballs sein Versagen am 14. Juli schwarz auf weiß vorgelegt. An diesem Tag wird die neue Weltrangliste der FIFA erscheinen, und England wird dann, how shocking, nicht mal mehr die beste Mannschaft des Vereinigten Königreichs sein. Britanniens Nummer eins ist dann auch amtlich beglaubigt Wales.
Die Roten Drachen lagen schon im Oktober kurzfristig vorne, aber in knapp zwei Wochen wird die Wachablösung längerfristig sein. Das nagt am Selbstverständnis der Engländer. Aber das ist noch nicht alles. Die Suche nach einem Nachfolger für Teammanager Roy Hodgson zieht sich hin.
Rooney, eine Yacht und ein Glas Wein
Chris Coleman, der erfolgreiche Coach der Waliser, würde den Job nie annehmen, hat er wissen lassen, «das würde für mich nie infrage kommen». Am 22. Juli findet das sogenannte Sommertreffen der FA statt, bis dahin wollen Generalsekratär Martin Glenn, der technische Direktor Dan Ashworth und Vizepräsident David Gill Kandidaten gesichtet haben.
Und die Peinlichkeiten gehen weiter. Kapitän Wayne Rooney wurde im Urlaub fotografiert, wie er an Deck einer Yacht ausrutschte – dabei aber noch geistesgegenwärtig sein halbvolles Rotweinglas senkrecht hielt.
Chris Smalling ist in seinem Urlaub auf Bali mit einer Lebensmittelvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Das bestätigte Smallings Klubs Manchester United am Montag. Smalling, der beim Achtelfinal-K.o. gegen Island (1:2) in der Startelf gestanden hatte, sei in Ohnmacht gefallen.
Englische Medien hatten zuvor berichtet, Smalling sei am Sonntag beim Surfen vom Brett gefallen. Nach Angaben des Klubs geht es dem 26-Jährigen wieder besser, er bedanke sich für die zahlreichen Genesungswünsche. Smalling wird Ende des Monats zur Saisonvorbereitung zurück erwartet.
Zu Demaart
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