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«Widerliche Kampagne gegen Juncker»

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Luxemburgs Ex-Premier Jean-Claude Juncker wird von der britischen Presse verhöhnt. Nun reagiert die CSV. Es sei eine "widerliche Kampagne".

Die britische Presse lässt den Luxemburger EVP-Spitzenkandidat Jean-Claude Juncker nicht in Ruhe. Am Sonntag hatte die britische Tageszeitung «Sun» Juncker «Nazi-Verbindungen» nachgesagt und in seiner Familiengeschichte nachgeforscht.

Am Montag folgt die Reaktion von Junckers Partei: «Die CSV bringt ihre Abscheu vor der widerlichen Kampagne gegen Jean-Claude Juncker in Teilen der britischen Boulevardpresse zum Ausdruck.» Jean-Claude Juncker und seine Familie mit dem Nationalsozialismus in Verbindung zu bringen, sei ebenso dumm wie bösartig.

«Nazi-Sympathisant»

Die britische Tageszeitung «Sun» hatte am Sonntag geschrieben: «Junckers Vater kämpfte für Hitler im zweiten Weltkrieg. Sein Schwiegervater war Nazi-Sympathisant, der Juden in seinem Heimatland Luxemburg verfolgte.» Einige Tage zuvor hatte die gleiche Zeitung Juncker «als den gefährlichsten Mann Europas bezeichnet».

In der Reaktion der CSV heißt es: «Dies ist ein Schlag ins Gesicht der luxemburgischen Zwangsrekrutierten, die in die verhasste Naziuniform hineingepresst wurden. Was in der britischen Boulevardpresse zu lesen ist, ist eine Verhöhnung der Opfer und Leiden aller Menschen, die in Luxemburg unter dem Nazijoch litten.»

«Juncker als Präsident verhindern»

In dieser Kampagne gegen den luxemburgischen Ex-Premier ginge es einzig und allein um Etwas: «Jean-Claude Juncker soll als zukünftiger Kommissionspräsident verhindert werden, um jeden Preis. Über das, was vor den Wahlen ausgemacht wurde, soll sich hinweggesetzt und der Wählerwille der Europäer mit Füßen getreten werden.»

Die Anti-Juncker-Kampagne sei zum Scheitern verurteilt, weil sie auf Lügen baue. So bekundet die CSV ihre «tiefe Freundschaft und Solidarität» mit Jean-Claude Juncker und seiner Familie.