In Luxemburg hat die Anzahl der Jugendlichen, welche die Sekundarstufe ohne Abschluss verlassen, wieder zugenommen. Im Jahr 2012/13 haben 11,6 Prozent der Schüler diesen Weg eingeschlagen, was einer Zunahme von 2,6 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr entspricht. Um gegen diese Entwicklung dauerhaft anzukämpfen, will die Regierung einen Sechs-Punkte-Plan umsetzen.
Die Europa-2020-Strategie sieht vor, die Quote der Schulabbrecher in allen EU-Mitgliedstaaten auf höchstens zehn Prozent zu senken. Um dieses Ziel zu erreichen, will Luxemburg einen Sechs-Punkte-Plan – welcher vergangene Woche bei einem internationalen Symposium zum Thema „Frühzeitiger Schulabbruch“ diskutiert und vorgestellt wurde – umsetzen.
Reformen
Dieses Konzept enthält zum Teil Punkte, welche bereits von der Regierung in Angriff genommen wurden und zum Teil Reformen, welche noch nicht angepackt wurden. Zu der ersten Kategorie gehören eine kohärente nationale Politik, ein eigenes strukturelles Vorgehen der verschiedenen Schulen, ein flexiblerer Übergang von einer Schulstufe zur nächsten, eine spezialisierte Ausbildung der Lehrkräfte sowie eine stärkere Einbindung der Eltern.
Einzig bei der engeren Zusammenarbeit der verschiedenen Regionen des Landes habe man laut dem Bildungsminister Claude Meisch noch keinen definitiven Plan ausgebaut. Letztlich geht es dem Bildungsminister darum, ein effektives und dauerhaftes Vorgehen gegen den Schulabbruch auf die Beine zu stellen.
Zu Demaart
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können