Die politischen Herausforderungen für den alten und neuen US-Präsidenten Barack Obama sind enorm: Schuldenkrise, Innen- und Außenpolitik, Iran, Syrien, Nahost.
7.11.2012 Jubel in Chicago: Der Demokrat Barack Obama bleibt für weitere vier Jahre US-Präsident. (Tageblatt)
Obama konnte sich bei den hart umkämpften "Wechselstaaten" (Swing States) durchsetzen. (Tageblatt/Chris Carlson)
Nach der Nachricht über die zweite Amtszeit von Barack Obama flossen bei manch einem demokratischen Anhänger die Tränen. (dpa)
Auch in Washington, auf dem Times Square, brach der Jubel aus. (dpa)
Vor dem Weißen Haus warteten die Menschen das Ergebnis der Wahlnacht ab. (dapd/Mladen Antonov)
Während bei den Demokraten die Freude überwog, war die Stimmung bei den Republikanern auf einem Tiefpunkt gesunken. (dpa)
Der republikanische Herausforderer Mitt Romney musste seine Niederlage eingestehen. (dpa)
Romney gratulierte Amtsinhaber Barack Obama in der Nacht zum Mittwoch vor Anhängern in seinem Heimatstaat Massachusetts. (dpa)
Die USA bräuchten jetzt keine Grabenkämpfe, so Romney und kündigte eine Zusammenarbeit mit den Demokraten an. (dpa)
Nach seiner Rede gab es Umarmungen vom Kandidaden für Vize-Präsident Paul Ryan (Mitte). Romneys Ehefrau Ann (2.v.r.) schloss Janna Ryan (r.) in den Armen. (dpa)
Gratulation gibt es vom Vize-Präsident Joe Biden. (dpa)
"Wir sind die Vereinigten Staaten von Amerika. Wir leben in dem großartigsten Land der Welt", so Barack Obama in seiner Dankesrede vor Anhängern in seiner Heimatstadt Chicago.
Obama beschwor in seiner Rede den Amerikanischen Traum ... (dpa)
"Egal, woran Du glaubst, wo Du herkommst, ob Du weiß oder schwarz bist, Latino oder Indianer, schwul oder hetero: Du kannst es hier schaffen."
(dapd)
Michelle Obama drückt auf der Bühne ihren Mann an sich. Der Präsident bedankte sich bei ihr mit einer Liebeserklärung: "Michelle, ich habe Dich niemals mehr geliebt". (dpa)
Beide Daumen nach oben für Barack Obama, so die Gestik der First Lady. (dpa)
Nach einer spannender Wahlnacht überraschte Obama mit einem deutlichen und schnellen Sieg über den Republikaner Mitt Romney. (Tageblatt/Chris Carlson)
Obama, hier mit seiner Frau Michelle (Mitte) und den beiden Töchtern Malia und Sasha freut sich mit seinen Anhänger auf einer Wahlparty in Chicago. (dapd/Saul Loeb)
Vor allem im Kampf gegen die Schuldenkrise muss Barack Obama auf parteiübergreifende Zusammenarbeit und Kompromissbereitschaft der Opposition setzen – doch gerade daran hat es in den vergangenen Jahren gemangelt.
Innenpolitisch steht bereits in den nächsten Wochen ein entscheidendes Ringen an: Sollten sich Demokraten und Republikaner nicht einigen, laufen im nächsten Jahr Steuererleichterungen aus, zudem treten Milliardeneinsparungen in Kraft. Experten sprechen von einer «Fiskalklippe» (fiscal cliff). Gemeint ist eine Barriere, die das laue Wirtschaftswachstum in den USA weiter dämpfen könnte.
Schulden
Eine Quadratur des Kreises sind auch die längerfristigen Aufgaben: Es geht um den Abbau der schwindelerregend hohen Schulden von derzeit 16 Billionen Dollar (12,5 Billionen Euro). Gleichzeitig müssen große Investitionen ins Auge gefasst werden, um die marode Infrastruktur der USA zu erneuern.
Außenpolitisch heißt das brennendste Thema Iran: Da Teheran trotz massiver Sanktionen sein Atomprogramm weiter vorantreibt, droht Israel immer massiver mit einem Militärschlag gegen die iranischen Atombunker. Sollte der Iran nicht einlenken, rückt eine solche Aktion im nächsten Frühjahr in den Bereich des Möglichen. Die USA fürchten, in einen Waffengang mit hineingezogen zu werden. Der gesamte Nahe Osten würde in einen Hexenkessel verwandelt.
Syrien
Auch das anhaltende Blutvergießen in Syrien stellt die USA vor Probleme. Wie lange kann Washington dem Töten noch unbeteiligt zusehen? Die Militärs wollen ein Eingreifen vermeiden, weil dies ein unkalkulierbares Risiko sei.
Auch im Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis besteht Handlungsbedarf. Präsident Obama hat den Nahost-Friedensprozess zwar zur Chefsache erklärt, doch nicht zuletzt sein angespanntes Verhältnis zu Ministerpräsident Benjamin Netanjahu verhinderte mögliche Fortschritte.
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