Montag26. Januar 2026

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«Vorfall wird sehr ernst genommen»

«Vorfall wird sehr ernst genommen»
(Tageblatt-Archiv/Isabella Finzi)

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Enovos Luxemburg arbeitet seit vier Jahren mit der Schweizer Energiefirma Avelar auf dem Gebiet der Solarenergie zusammen. Gegen Avelar wird seit Juli wegen Betrugs ermittelt.

«Intern wird der Vorfall sehr ernst genommen. Expertenteams untersuchen alle Aktivitäten des betroffenen Joint Ventures. Auch wenn das Risiko eines finanziellen Verlustes besteht, so wird die Entwicklung der luxemburgischen Enovos Gruppe im Bereich der erneuerbaren Energien auf keinen Fall gebremst werden,» heißt es am Mittwoch von Enovos.

Im März 2010 hatten Enovos Avelar die Verträge zur Gründung eines Jointventures mit dem Namen «Aveleos S.A.» unterschrieben. Ziel dieses neuen Unternehmens mit Sitz in Luxemburg ist die Entwicklung, der Betrieb und die Vermarktung von Photovoltaik-Anlagen in Italien und Frankreich.

Fördergelder einkassiert

Ende Juli klickten allerdings in der Schweiz die Handschellen. Der Chef der Energiefirma Avelar, Igor Akhmerov, sowie sieben weitere Manager wurde festgenommen. Der Vorwurf: Sie sollen in Italien Fördergelder veruntreut haben. Die Mailänder Staatsanwaltschaft wirft ihnen zudem vor, Firmen missbräuchlich in Konkurs geschickt zu haben.

Der 49-jährige Akhmerov soll vom italienischen Staat unrechtmässig Millionen-Finanzzuschüsse erschlichen haben. Avelar Energy soll Solarpanels aus China bezogen, jedoch als in der EU hergestellt ausgegeben haben, um an die Fördergelder zu kommen.

Enovos wartet nach eigener Aussage seit Beginn der Anklageprozedur (Ende Juli) auf das Ergebnis der italienischen Justizbehörden.