In den Ampullen von verschiedenen Impfstoffen der Firma Novartis sind in der Schweiz, Italien und Österreich weiße Partikel entdeckt worden. Dabei könne es sich um Verklumpungen von normalen Bestandteilen des Impfstoffs handeln, so Experten. Die betroffenen Produkte heißen Aggripal, Fluad und Influpozzi. Die Impfstoffe von Novartis wurden in mehreren Ländern schon vorsichtshalber vom Markt genommen. Das Luxemburger Gesundheitsministerium gibt jedoch Entwarnung. Die in Verdacht geratenen Impfstoffe würden in Luxemburg gar nicht angeboten, sagte man uns im Ministerium. In Luxemburg werden hauptsächlich die Impfstoffe a.Rix 2012-2013 von GlaxoSmithKline und influvac S 2012/2013 von Abott benutzt.
" class="infobox_img" />Die angeblich verunreinigten Impfstoffe werden in Luxemburg nicht verkauft. Das bestätigten die Grossisten dem Gesundheitsministerium. (dpa)
Fluad wurde wegen möglicher unerwünschter Nebenwirkungen in Italien vom Markt genommen. Auch Agrippal, was dem deutschen Begripal entspricht, wurde vorerst nicht mehr verkauft. Wegen der unklaren Situation hat das Schweizer Heilmittelinstitut Swissmedic für die erwähnten Impfstoffe einen sofortigen Auslieferungsstopp angeordnet und empfohlen, deren Anwendung bis auf Weiteres auszusetzen. Es handle sich dabei um eine reine Vorsichtsmassnahme, betonte Swissmedic. Laut der Medikamentenagentur seien etwa 160.000 Dosen des Mittels vom Verdacht betroffen. Das Heilmittelinstitut reagierte damit auf die Entscheidung des italienischen Gesundheitsministeriums und der Heilmittel-Behörde (AIFA), die Verwendung der drei Impfstoffe sofort zu verbieten. Kurz danach entschied auch Österreich, keine Impfstoffe von Novartis mehr in das Land einzuführen. In Deutschland wurden auch Analysen durchgeführt, um die Gefährlichkeit der Stoffe zu überprüfen. Am Donnerstagnachmittag entschied Deutschland dann ebenfalls ein Import-Stopp für die Impf-Stoffe der Firma.
Fälle über gesundheitliche Probleme bei Personen, denen der Impfstoff injiziert wurde, gibt es keine.
Derweil verteidigte Novartis seine Produkte und teilte in Basel mit, sie hätten weiter Vertrauen in die Sicherheit und Wirksamkeit seiner in Italien hergestellten Impfstoffe Agrippal (deutsch: Begripal) und Fluad.
Zu Demaart
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