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Syrien-Lösung wird dringender

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In Genf könnten Weichen für Syrien gestellt werden. Vermittler Annan warnt vor einem Übergreifen des blutigen Konflikts auf die gesamte Nahost-Region.

Der Syrien-Vermittler Kofi Annan hat an die Weltmächte appelliert, ihre Differenzen zu überwinden und gemeinsam den blutigen Konflikt in Syrien zu beenden. Andernfalls drohe ein Übergreifen auf die gesamte Nahost-Region und «eine neue Front für den internationalen Terrorismus», warnte Annan am Samstag bei der Eröffnung einer Konferenz der Außenminister der fünf UN-Vetomächte und mehrerer Nahost-Staaten in Genf.

Den Ministern lag ein von Annan erarbeiteter neuer Friedensplan für Syrien vor. Kernpunkt ist der Vorschlag, in Damaskus eine Übergangsregierung der nationalen Einheit zu bilden. Russland lehnte dabei jedoch Formulierungen ab, die auf den Ausschluss des syrischen Machthabers Baschar al-Assad von der Übergangsregierung hinauslaufen würden.

Aufruf an direkt beteiligte Mächte

Annan rief die Minister der USA, Russlands, Chinas, Frankreichs und Großbritanniens sowie der Türkei und mehrerer Staaten der Arabischen Liga auf, sich energisch um eine Friedenslösung zu bemühen. «Jeder von Ihnen hat auf verschiedene Weise Einfluss auf den Konflikt», sagte er laut seinem in Genf veröffentlichtem Redetext bei dem Treffen hinter verschlossenen Türen.

«Vereint können Sie Bedingungen schaffen, die es den Syrern ermöglichen, eine friedliche Lösung zu finden», erklärte der frühere UN-Generalsekretär. Eindringlich warnte er vor einem «Szenario offener Konkurrenz zwischen äußeren Mächten», das nur zu einer Katastrophe führen könne. Derweil gingen Verhandlungen über den umstrittenen Teil des neuen Annan-Plans weiter.