Die Wettbewerbsfähigkeit von Betrieben in Luxemburg soll verbessert werden. Die Idee von Wirtschaftsminister Schneider (LSAP) und Finanzminister Frieden, die hohen Energiekosten für Unternehmen zu drücken und diese auf Privathaushalte aufzurechnen, sorgt bei «déi gréng» für Kritik. «Etienne Schneider erpresst private Haushalte und leistet der Industrie einen Bärendienst,» moniert die Partei am Freitagmorgen.
«Statt auf Kosten der privaten Haushalte künstlich die Energie zu verbilligen, wäre es besser, den Betrieben durch gezielte Beratung und Investitionshilfen in moderne Technik zu helfen, Energie zu sparen um die Kosten zu senken,» erklärt Henri Kox in einem Schreiben.
Kritik vom Kosumentenschutz
Der Politiker spricht von einem falschen Signal. «Mit Niedrigstpreisen würden die ohnehin nötigen Investitionen verzögert», heißt es weiter. «déi gréng» sprechen in diesem Zusammenhang von einem Ruin der Wettbewerbsfähigkeit.
Auch der Konsumentenschutz kritisiert Scheiders Idee: «Die ULC stellt fest, dass mittlerweile schon beinahe reflexartig die Verbraucherpreise jedes Mal herauf geschraubt werden, sobald es gilt ein Haushaltsdefizit zu kompensieren,» heißt es am Freitagmorgen.
Zu Demaart
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