Die Zahl der Konkurse ist laut Creditreform im Vergleich zu 2012 leicht rückläufig. Vor zwei Jahren wurden 1.033 Pleiten gezählt, letztes Jahr jedoch nur noch 1.016.
Die Zahlen von Creditreform unterscheiden sich von denen der Gerichtsinstanzen, die vollständiger sind. Die Staatsanwaltschaft hatte 2013 insgesamt 1047 Konkurse gezählt: 913 beim Handelsgericht in Luxemburg, 134 beim Bezirksgericht in Diekirch.
Die Problemkinder bleiben laut Creditreform dieselben. Der Dienstleistungssektor (54,53 Prozent) und der Handel (34,45 Prozent) machen noch immer fast 90 Prozent der Konkurse aus. Im Dienstleistungsbereich sank jedoch 2013 die Anzahl der Pleiten um 14 Prozent. Auf der anderen Seite erhöhte sie sie sich um 14 Prozent im Handel. Im letzten Jahr wurden im Bausektor, der nur etwa 10 Prozent der Konkurse abgibt, die größte Zunahme von Bankrott-Erklärungen verzeichnet (+43,48 Prozent).
Vor allem Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GMbH/Sàrl.) sind gefährdet. Betriebe dieser Rechtsform stellten 60 Prozent der Konkurse dar. Danach folgen die Aktiengesellschaften mit 37 Prozent.
Fünf Jahre überleben reicht nicht
Besorgniserregend ist laut Creditreform die Zunahme der Pleiten bei Firmen, die über fünf Jahre bestanden. Diese «älteren» Unternehmen stellen inzwischen 70 Prozent der Pleiten dar.
905 Insolvenz-Dossiers wurden laut der Wirtschaftsauskunftei beim Handelsgericht in Luxemburg behandelt, 111 in Diekirch. Diese Zahlen unterscheiden sich von jenen, die von betroffenen Instanzen angegeben werden (siehe oben).
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