Der frühere griechische Finanzminister Yanis Varoufakis hat überraschend eine gewisse innere Nähe zu seinem deutschen Widersacher Wolfgang Schäuble (CDU) bekundet. Beide hatten sich in der Euro-Schuldenkrise ein hartes Ringen um den Reformkurs geliefert.
«Wolfgang wollte mir noch nicht einmal die Hand geben», erzählte der im Juli zurückgetreten Grieche in ein Art Jahresrückblick im Magazin «Stern». Er habe aber immer Respekt gehabt vor dem deutschen Minister. Sie seien gewesen «wie zwei Boxer, die eine Weile Schläge ausgetauscht haben und sich dann einander näher fühlen als irgendeinem anderen Menschen.
Varoufakis würde Merkel wählen
Die Flüchtlingspolitik der deutschen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) imponiert ihm: «Vielleicht würde ich als Deutscher Merkel wählen», sagte Varoufakis. Sigmar Gabriel dagegen sei der «schlimmste Politiker, den ich getroffen habe». Der SPD-Chef habe geäußert, man werde nicht die «überzogenen Wahlversprechen einer zum Teil kommunistischen Regierung» finanzieren.
Unterdessen hat sich Varoufakis auch über das Wahlergebnis in Spanien erfreut gezeigt:
Bravo Podemos! A small step that may turn into a large faultline shattering the Eurozone’s crisis-denial & austerian contempt for democracy.
— Yanis Varoufakis (@yanisvaroufakis) December 21, 2015
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