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Rotation: Zuerst Schäuble, dann Moscovici

Rotation: Zuerst Schäuble, dann Moscovici

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Jean-Claude Junckers Nachfolger an der Spitze der Eurogruppe könnte doch noch der deutsche Finanzminister Schäuble werden. Doch nur für die Hälfte der Amtszeit. Dann wäre der Franzose Pierre Moscovici an der Reihe.

In die Debatte um die Neubesetzung des Vorsitzes der Euro-Gruppe kommt Bewegung. Für die Nachfolge des Luxemburgers Jean-Claude Juncker, dessen Amtszeit in diesem Monat ausläuft, erwägen Deutschland und Frankreich ein Rotationsverfahren, wie das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» berichtet.

Logo" class="infobox_img" />Premierminister Jean-Claude Juncker kann sein Amt als Eurogruppen-Chef wohl doch noch schneller aufgeben, als bisher gedacht.

Demnach würde Frankreichs Präsident François Hollande zunächst den deutschen Finanzminister Wolfgang Schäuble als Vorsitzenden der Euro-Finanzminister akzeptieren. Nach der Hälfte der Amtszeit könnte dann der französische Finanzminister Pierre Moscovici übernehmen. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident treffen sich am Sonntag in Reims, um den 50. Jahrestag der deutsch-französischen Versöhnung zu feiern.

Schäuble steht bereit

Ein Sprecher des Finanzministeriums hatte noch am Freitag gesagt, es gebe bisher keine Lösung für den Posten. Schäuble steht demnach im Notfall weiterhin für den Vorsitz der Euro-Finanzminister zur Verfügung.

Die Nachfolge Junckers erweist sich als kompliziert, weil dem Vernehmen nach Frankreichs neuer Präsident Schäuble als Eurogruppen-Chef ablehnt. Außerdem ist die Personalie gemäß dem Länder-Proporz an weitere Euro-Spitzenposten gekoppelt. Die Finanzminister der Eurogruppe treffen sich wieder am kommenden Montag (9.7.) in Brüssel.

Juncker hatte sich bereit erklärt, noch weitere sechs Monate den Vorsitz weiterzuführen, vorausgesetzt der Luxemburger Zentralbankchef, Yves Mersch, rückt ins Direktorium der Europäischen Zentralbank nach.