Auf Zusatzbelastungen müssen sich in Frankreich vor allem Spitzenverdiener und Großunternehmen einstellen. Eine Sonderabgabe zur Vermögenssteuer ISF soll beispielsweise 2,3 Milliarden Euro einbringen. Mineralölunternehmen und Banken werden zusätzlich jeweils 550 Millionen Euro zahlen müssen, heißt es in dem am Mittwoch vorgestellten Nachtragshaushalt. Er soll gewährleisten, dass Frankreich seine Zusagen zur Defizitreduzierung einhält. Finanzminister Pierre Moscovici zufolge würde man vor allem Anstrengungen seitens der besser gestellten Haushalte und der Unternehmen fordern.
Parallel zu den Steuererhöhungen sollen die Staatsausgaben um 1,5 Milliarden Euro reduziert werden. Das Land will Ende 2012 das öffentliche Defizit auf 4,5 Prozent des BIP reduzieren. 2017 soll der Haushalt wieder im Gleichgewicht sein.
In Zukunft müssen auch auf Überstunden wieder Sozialbeiträge gezahlt werden. Hollandes Amtsvorgänger Sarkozy hatte diese Sozialabgabepflicht abgeschafft. Die Neuregelung gilt für Unternehmen ab 20 Beschäftigte. Eingeführt wird eine Zusatzabgabe für Aktiengesellschaften von drei Prozent der von den Unternehmen ausgeschütteten Dividenden. Zusätzlich besteuert werden auch Stock-Options und andere Extra-Vergütungen für leitende Angestellte.
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