Eigentlich war Frankreichs Ministerin für die Rechte der Frau, Laurence Rossignol, am Mittwoch Morgen in einer Sendung von RMC und BFM TV zur islamischen Mode befragt worden. Große Marken der Bekleidungsindustrie bieten ihren Kundinnen Hijabs (islamisches Kopftuch) und Burkinis (Ganzkörper-Badeanzug) in verschiedenen Farben und Modellen an. Die Ministerin leistete sich dabei einen peinlichen Lapsus, der die französichen Medien am Mittwoch beschäftigte.
Sie lehne diese islamische Frauenmode ab, da sie die Frauen in eine bestimmte Rolle hineinzwänge, so Rossignol. Auf die Frage von Moderator Jean-Jacques Bourdin, dass Frauen sich ja freiwillig für das Tragen des Kopftuches oder des Schleiers entscheiden würden, antwortete Rossignol, es habe auch amerikanische Neger gegeben, die sich für die Slaverei ausgesprochen hätten.
Rossignol: «Il y a des femmes qui choisissent, il y avait aussi des nègres afric… des nègres américains qui étaient pour l’esclavage. […] Je crois que ces femmes sont pour beaucoup d’entre elles des militantes de l’islam politique. Je les aborde comme des militantes, c’est-à-dire que je les affronte sur le plan des idées et je dénonce le projet de société qu’elles portent. Je crois qu’il peut y avoir des femmes qui portent un foulard par foi et qu’il y a des femmes qui veulent l’imposer à tout le monde parce qu’elles en font une règle publique.»
«Das Einsperren der Frauenkörper»
Als störend empfunden wurde u.a. in den sozialen Netzwerken, dass Rossignol den Begriff «Neger» benutzte. Gegenüber der Zeitung «Libération» bedauerte Rossignol, dass sie unterschätzt habe, welche Wirkung ihre Benutzung des Begriffs auslösen würde. Der Begriff «Neger» bezeichne die Sklaven und könne nur in diesem Zusammenhang benutzt werden. Und wenn man sage, dass eine weiße Person diesen Begriff unter keinen Umständen anwenden dürfe, könne sie das wohl nachvollziehen. Aber es bedeute eine «Desinfizierung» der Sprache.
Zur islamischen Mode sagte Rossignol gegenüber «Libération», die Frage sei ja nicht die Art, wie sich muslimische Frauen kleiden, aber das «Einsperren» des Frauenkörpers. Übrigens sei es ja kein Zufall, dass in den 1960er Jahren, als die Frauen mehr Rechte bekamen, die Röcke kürzer wurden.
Abgesehen vom Wort «Neger» stehe sie zu ihren Aussagen zu der islamischen Mode, sagte die Frauenministerin gegenüber AFP.
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