Montag26. Januar 2026

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Pestiziden-Jagd im Stausee

Pestiziden-Jagd im Stausee
(Tageblatt-Archiv)

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Seit Freitag herrscht Trinkwasserverbot aus dem Stausee. Noch immer versuchen die Verantwortlichen das Pestizid los zu werden.

«Die aktuellen Analyseergebnisse der Wasserproben zeigen, dass bis zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Spuren des Pestizids am Messpunkt ‚Mur de barrage‘ angekommen sind», heißt es am Dienstag in einer Mitteilung. Eigentlich waren Spuren des Pestizids für Freitag an der Staumauer erwartet. Eine Entwarnung gibt es allerdings nicht. Seit Freitag darf kein Stauseewasser aus dem nationalen Trinkwasserreservoir in die Leitungen gepumpt werden. Weite Teile Luxemburgs werden bis auf Weiteres mit Grundwasser aus Tiefenbrunnen und Quellen versorgt.

Die Wasseraufbereitungsanlage der SEBES läuft derweil auf Hochtouren. Das aufbereitete Wasser wird wieder in den See zurückgeleitet. Laut den Verantwortlichen will man damit den Wirkungsgrad beim Abbau des Pestizids Metazachlor ermitteln. Bedenkt man, dass der Stausee ein Fassungsvermögen von 60 Millionen Kubikmetern Wasser hat, klingt dies allerdings wie ein Tropfen auf den heißen Stein.

Schnell ausgebreitet

Am 17. September hatte ein Landwirt eine große Menge des Pestizids am belgischen Sûre-Zulauf Moyémont verloren. Vor Ort versucht man derzeit herauszufinden, wie viel von dem Giftstoff in die Sauer gelangt ist.

Die Substanz Metazachlor hatte sich in den vergangenen Tagen sehr schnell im Stausee ausgebreitet. Am vergangenen Mittwoch ergaben Messungen, dass der Stoff am Messpunkt «Zillenhëtt» in einer Tiefe zwischen 15 und 25 Meter aufgetaucht war.