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Nun auch die soziale Krise

Nun auch die soziale Krise

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Die Austeritätsmaßnahmen in der EU haben die Lage der Menschen in Europa verschlechtert. Der Wirtschaftskrise hat sich eine soziale Krise angeschlossen, so das Forschungsinstitut des EGB, Etui.

Lohnkürzungen und die Abschaffung von Kollektivvertragsverhandlungen haben nicht zu einer Verbesserung der Situation der arbeitenden Menschen in der EU beigetragen. Das Gegenteil ist der Fall. Die von den europäischen und nationalen Politikern betriebene Politik habe die bestehenden Probleme verstärkt und der wirtschaftlichen Krise eine tiefe, soziale Krise hinzugefügt, so das Europäische Gewerkschaftsinstitut (European Trade Union Institute, ETUI), eine unabhängige Forschungseinrichtung des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB) in einer rezente Untersuchung.

In den meisten EU-Ländern steigt die Arbeitslosigkeit, die Löhne fallen, immer mehr Menschen rutschen in die Armut. Trotzdem setzt das Wirtschaftswachstum nicht wieder ein. ETUI hat dies anhand einer Infografik für 29 europäischen Länder illustriert.

Für Luxemburg hat das Institut einen Rückgang der Reallöhne zwischen 2009 und 2012 um 0,15 Prozent errechnet. In den Vorkrisenjahren 2000-2008 waren sie um 0,35 gestiegen. Armutsrisiko und die Gefahr der sozialen Exklusion beziffert ETUI auf nahezu 17 Prozent (Jahr 2011).

Besonders dramatisch sind die Angaben für Griechenland. Die Reallöhne fielen zwischen 2009 und 2012 um 4,9 Prozent. Allein 2012 gingen die Realstundenlohn um 24,3 Prozent zurück, während das Bruttoinlandprodukt um 6,4 Prozent fiel. In Italien fielen die Reallöhne 2009.2012 um 0,6 Prozent, während die Wirtschaftsleistung 2012 um 2,4 Prozent sank. Die Details zu den anderen Ländern.