Die Gerüchte um François Biltgens neue Job-Ambitionen kursierten bereits seit längerem auf politischer Ebene in Luxemburg. Biltgen schwieg beharrlich. Nach RTL-Informationen hat sich der Minister jetzt für den Richterposten am
Europäische Gerichtshof (EuGH) beworben.
Die Frist für eine Kandidatur beim (EuGH) lief am vergangenen Freitag ab. Der Posten wurde frei, nachdem Mitte März bekannt wurde, dass der Luxemburger Jean-Jacques Kasel sich aus gesundheitlichen Gründen von seinem Posten als Richter beim Europäischen Gerichtshof zurückziehen wolle.
Zwölf Kandidaten
Laut Tageblatt.lu-Informationen soll Biltgen einer von einem Dutzend Kandidaten auf das Amt sein. Wer ihn als Minister beerben wird, sollte seine Kandidatur zurückbehalten werden, ist noch unklar. Biltgen ist Justiz- und Hochschulminister sowie Minister für Medien und Kommunikation in Luxemburg.
Der Luxemburger Kandidat wird sich einem siebenköpfigen Gremium von Vertretern aus EU-Institutionen stellen müssen. Diese werden dann dem EU-Ministerrat ihren Vorschlag unterbreiten.
Ob der Ministerrat am Mittwochnachmittag seine Entscheidung treffen wird, ist nicht gewusst. Auf der Tagesordnung der Sitzung steht dieser Punkt nicht.
Dass Biltgen seit längerem bereits mit dem Gedanken spielt, das Regierungsgeschäft zu verlassen ist nicht neu. Als potenzieller Nachfolger wurde in der Vergangenheit mehrmals der Mamer Bürgermeister und Abgeordnete Gilles Roth genannt.
Zu Demaart
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