Bildungsminister Claude Meisch (DP) hat am Donnerstagmorgen in einer Pressekonferenz erklärt, inwiefern er den Lehrern entgegenkommen will, damit ein Streik im Herbst verhindert werden kann. Einerseits soll einer der Hauptstreitfaktoren, die reduzierte Bezahlung der Lehrer von Examensklassen, modifiziert werden. So versicherte das Ministerium, dass die Einbußen hier minimal sein würden. Die Zeit soll zwar unbezahlt bleiben. Die Zeit, wo die Lehrer weniger Geld erhalten, beläuft sich auf 6 Wochen für Lehrer von Fächern die im Examen abgeprüft werden und auf 8 Wochen für Lehrer deren Fächer im Examen nicht abgeprüft werden. Jedoch soll die Entlohnung von Lehrern von Examensklassen dementsprechend steigen.
Weiterer Kritikpunkt der Gewerkschaft ist die Altersfreistellung, die Claude Meisch in Bereitschaftsstunden für die Schule einsetzen will. Diese Altersfreistellung soll den Stress in der Klasse kompensieren. Die Lehrerschaft kritisiert in diesem Fall die Unklarheit beim Inhalt dieser Bereitschaftsstunden. Meisch hat nun angekündigt, dass ein Teil dieser Stunden für die Weiterbildung genutzt werden soll. Es wird auch in Erwägung gezogen, ein Sparsystem einzuführen. Wenn Lehrer also in jüngeren Jahren Fortbildungen besuchen, bekommen sie später das Recht auf Freistunden.
Das Bildungsministerium will mit dem durch die Sparmaßnahmen gesparten Geld die Schulqualität verbessern. Ziel ist es unter anderem weitere Schulen mit alternativem Lernmodell anzubieten. Somit sollen Schüler, die sich in klassischen Schulen nicht wohlfühlen, auf andere Lehrinstitute wechseln können. Andererseits sollen die Einsparungen das angekündigte „Digital for Education“-Programm finanzieren. Dieses soll den Schülern eine bessere Integration in die Medienwelt ermöglichen, indem schon sehr früh digitale Medien in den Schulen angegangen werden.
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