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Neue Proteste gegen die USA in Kairo

Neue Proteste gegen die USA in Kairo
(AFP)

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Vor der US-Botschaft in Kairo haben erneut Hunderte aufgebrachte Muslime demonstriert. Sie lieferten sich hefrige Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften, so Medienberichte.

Vor der US-Botschaft in Kairo haben erneut Hunderte aufgebrachte Muslime demonstriert. Wie der TV-Sender CNN weiter in der Nacht zum Donnerstag berichtete, gab es Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten. Die Protestierenden hätten Steine und Brandsätze geworfen, als die Polizei versucht habe, die Menge mit Tränengas auseinanderzutreiben.

Die Polizei habe auch Warnschüsse abgegeben, um die Demonstranten vom Botschaftsgebäude fernzuhalten, berichtete der Sender unter Berufung auf Augenzeugen. Ein Sprecher des ägyptischen Innenministeriums sagte laut CNN, sechs Polizisten seien leicht verletzt worden. Auch einige Demonstranten seien medizinisch behandelt worden. Den Sicherheitskräften sei es gelungen, die Protestierenden von der Botschaft weg Richtung Tahrir-Platz zu drängen. Zwei Polizeifahrzeuge und ein Auto seien in Brand gesteckt worden. Die Muslimbruderschaft, aus der Präsident Mohammed Mursi stammt, hat auch für Freitag zu Protesten gegen den Film aufgerufen.

Präsident Mursi selbst hat die Angriffe auf die US-Botschaften in Kairo und der libyschen Hauptstadt Bengasi verurteilt. «Das ägyptische Volk ist ein sehr zivilisiertes Volk und das ägyptische Volk lehnt solch gesetzloses Handeln ab», sagte Mursi am Donnerstag nach einem Besuch der EU-Kommission in Brüssel. «Wir sollten alle Besucher, Tourristen und diplomatische Vertretungen schützen», sagte er. Ägypten werde mit der EU und auch mit den US-Behörden zusammenarbeiten, «damit sich solche Ereignisse künftig nicht wiederholen». Mursi sagte, er habe am Mittwoch mit US-Präsident Barack Obama telefoniert. Dabei habe er Obama auch gebeten, das «Betragen» der Hersteller eines islamfeindlichen Films, der in der arabischen Welt scharf verurteilt werde, «zu stoppen».

Angriff auf US-Botschaft in Bengasi

Die Online-Ausgabe der ägyptischen Zeitung «Al Ahram» schrieb von etwa 200 Demonstranten. Die Auseinandersetzungen hätten am späten Mittwochabend begonnen und bis zum frühen Donnerstag gedauert.

Am Dienstag hatten Demonstranten in Kairo versucht, in die US-Botschaft einzudringen. Als Auslöser gilt ein in den USA produzierter Filmtrailer, in dem der Prophet Mohammed verunglimpft wird. Bei einem Angriff auf das US-Konsulat in der libyschen Stadt Bengasi wurden der US-Botschafter und drei weitere Amerikaner getötet.