Das am Donnerstag beginnende Treffen werde die Nominierung «kurz adressieren», heißt es in einem schriftlichen Dokument zur Vorbereitung des Gipfels. «Wir erwarten, dass eine Entscheidung getroffen wird», sagte ein EU-Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag.
" class="infobox_img" />Yves Mersch (Bild:dpa)
Spanien hatte Mersch Anfang des Monats die Unterstützung versagt. Für eine Entscheidung ist eine «qualifizierte Mehrheit» der Euroländer nötig, die mit knapp drei Vierteln der Stimmrechte erreicht ist. Spanien alleine könnte Merschs Einzug in das Direktorium also nicht verhindern. Auch das Europäische Parlament hat Mersch seine Zustimmung mit dem Argument verweigert, es müsse eine Frau in das EZB-Direktorium einziehen. Das Parlament kann in dem Fall aber nicht mitentscheiden, sondern muss lediglich angehört werden.
Das sechsköpfige Direktorium bereitet die Sitzungen des EZB-Rats vor und führt die Notenbank im Tagesgeschäft. Neben dem italienischen EZB-Präsidenten Mario Draghi und seinem Vize Vitor Constancio aus Portugal gehören dem Direktorium der deutsche Ex-Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen und der Franzose Benoit Coeure an. Aus Belgien kommt EZB-Chefvolkswirt Peter Praet. Die Direktoriumsmitglieder werden für maximal acht Jahre bestellt. Letzte Frau in dem Gremium war die Österreicherin Gertrude Tumpel-Gugerell, deren Amtszeit im Mai 2011 zu Ende ging.
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