LSAP-Parlamentarier Yves Cruchten wollte von Wohnungsbauministerin Maggy Nagel (DP) wissen, wie viel Baugelände sich in den Händen des Fonds pour le développement du logement et de l’habitat (FDLH) befindet. Er wollte des Weiteren wissen, wie viele Wohnungen auf diesen Grundstücken geschaffen werden können und was die durchschnittliche Baudauer ist.
In ihrer Antwort erklärt die Ministerin, dass der FDLH im Augenblick 1.193 Baugrundstücke mit einer Gesamtfläche von 109,32 Hektar in 59 Gemeinden besitzt. 614 Parzellen davon seien erschlossen oder schon bebaut, so die Ministerin. 579 Grundstücke müssten noch erschlossen werden. In diesem Zusammenhang müssten einige Bebauungspläne umgeändert werden, so Maggy Nagel. Der Fonds sei zurzeit dabei, 347 Wohnungen auf 14 Baustellen zu schaffen. 277 davon werden vermietet und 70 verkauft. In den nächsten Wochen sei geplant, drei neue Baustellen zu eröffnen. Dort sollen insgesamt 85 Wohnungen entstehen.
Drei Großprojekte
Im Augenblick sei man ebenfalls dabei, die Sanierungs- und Erschließungsarbeiten der Viertel «Wunnen im Park» in Esch/Alzette (950 Wohnungen), «Wunnen mat der Wooltz» in Wiltz (720 Wohnungen) und «Cité du futur» in Düdelingen (670 Wohnungen) voranzutreiben. Acht weitere Bauprojekte (190 Wohnungen) sollen bis Ende des Jahres in die heiße Phase gehen. Bei 30 Projekten (612 Wohnungen) befinde man sich noch in der Vorentwurfsplanung. 27 Teilbebauungspläne (2.283 Wohneinheiten) seien dabei ausgearbeitet zu werden und bei 30 Projekten würden im Moment die Grundstücksverhandlungen laufen, so die Wohnungsbauministerin.
Die Dauer zwischen dem Erwerb des Grundstücks und dem Ende der Bauarbeiten sei verschieden, so Maggy Nagel. Sie variiere zwischen 2 und 25 Jahren. Grund für diese unterschiedlichen Fristen seien u.a. Probleme beim Kauf der Gelände und die komplexen administrativen Prozeduren.
TVA-Erhöhung ist nicht gleichbedeutend mit Preiserhöhung
Im Zusammenhang mit den angekündigten TVA-Erhöhungen im Wohnungsbau will der CSV-Abgeordnete Marc Lies einen Zusammenhang zwischen der Ankündigung der Mehrwertsteuer-Erhöhung und einer Preissteigerung auf dem Wohnungsbaumarkt festgestellt haben.
Die Ministerin wiegelt jedoch ab. Die Preiserhöhung von druchschnittlich 5,2 Prozent zwischen dem zweiten Trimester 2013 und dem zweiten Trimester 2014 liege unter dem Durchschnitt der letzten vier Jahre. Im vierten Trimester des letzten Jahres hätte man eine Preissteigerung von 7,39 Prozent festgestellt und zwischen den dritten Trimester 2013 und 2014 hätten sich die Preise sogar um 13,95 Prozent erhöht. Und im vierten Timester 2011 hätte die Preiserhöhung bei 9,14 Prozent gelegen, erinnert Maggy Nagel. Die Wohnungsbaupreise würden seit zwei Jahrzehnten andauernd steigen. Dieser Entwicklung wolle man mit einer drastischen Erhöhung des Angebots entgegenwirken.
Zu Demaart
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