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Luxemburgs Militärsatellit startet 2017

Luxemburgs Militärsatellit startet 2017
(dpa/Archiv)

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LUXEMBURG - Ende 2017 soll der gemeinsame Satellit von Staat und SES-Astra starten. Das gab das Unternehmen am Dienstag bekannt. Die Sendekapazitäten sollen vor allem dem Militär zur Verfügung stehen.

Der Luxemburger Militärsatellit wird Ende 2017 in den All geschossen werden. Das teilte SES-Astra am Dienstag mit. Ende Oktober hatte der Ministerrat grünes Licht für die Anschaffung des Militärsatelliten gegeben.

Gemeinsam mit SES-Astra wird eine neue Gesellschaft gegründet. Das Unternehmen aus Betzdorf wird für den Start und den Betrieb des Satelliten verantwortlich zeichnen. Luxemburger Staat und SES-Astra beteiligen sich mit jeweils 50 Prozent an der neuen Betreibergesellschaft. In Zahlen ausgedrückt: Die Regierung und der Satellitenbetreiber investieren je 50 Millionen Euro ins neue Unternehmen, weitere 125 Millionen Euro kommen über ein Darlehen eines Luxemburger Bankenkonsortiums.

Positiver Beitrag für Luxemburgs Wirtschaft

Der Militärsatellit wird aus dem All Europa, den Mittleren Osten, Asien und den Asiatisch-Pazifischen Raum abdecken. Er wird auf dem Militär gewidmete Frequenzen (X-Band und militärisches Ka-Band) senden. Genutzt werden die Sendekapazitäten, um militärische Operationen zu unterstützen, heißt es.

Luxemburg läßt sich den Kommunikationssatelliten bei der Nato als Verteidigungsbeitrag anrechnen. Der Allianz werde man während zehn Jahren Übertragungskapazitäten zur Verfügung stellen, hatte Armeeminister Etienne Schneider nach der Ministerratssitzung Ende Oktober gesagt. Diesen Beitrag bewertete Schneider auf insgesamt 100 Millionen Euro. Das Luxemburger Verteidigungsetat beläuft sich auf rund 200 Millionen Euro jährlich.

Mit diesem Projekt werden die investierten Mittel sich positiv auf Luxemburgs Wirtschaft auswirken, so Schneider.