Großer Andrang am Mittwoch im Pariser Umweltministerium. Abgeordnete quasi aller Fraktionen begleiteten am Mittwoch Außenminister Jean Asselborn, Gesundheitsminister Mars di Bartolomeo und den delegierten Umweltminister Marco Schank bei ihrem Besuch bei der französischen Umweltministerin Delphine Batho. Mit dabei u.a. auch OGBL-Präsident Jean-Claude Reding und Greenpeace-Vertreter Roger Spautz.
Ein Anliegen brachten die Luxemburger vor: Die Atomzentrale von Cattenom soll geschlossen werden. Mit ihrer Reise nach Paris kamen die Abgeordneten und Regierungsmitglieder einem Beschluss des Parlaments nach, sich verstärkt bei Frankreichs Regierung für einen Produktionsstopp in Cattenom einzusetzen.
Eine politische Entscheidung
Umweltministerin Batho verwies darauf, dass die geplante Schließung des AKW Fessenheim keineswegs auf Sicherheitsbedenken zurückzuführen sei, sondern eine politische Entscheidung sei. Dasselbe wünscht sich die Luxemburger Abordnung auch für Cattenom. Die gegebenen Sicherheitsgarantien reichten nicht. Ein Unfall in Cattenom würde die Existenz Luxemburgs gefährden.
Eine Zusage bekam die Delegation von Batho nicht. Man wolle nun bei den Abgeordneten der französischen Nationalversammlung nachhaken, hieß es am Donnerstag. Aussenminister Asselborn will seinerseits das Thema bei seinen Treffen auf Regierungsebene ansprechen.
Zu Demaart
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