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Yves Piron leitet Olai-Gremium

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Ein Beratungsunternehmen hatte im März das staatliche Empfangs- und Integrationsamt (Olai) analysiert. Das Ergebnis war katastrophal. Nun soll der Ex-Direktor des hauptstädtischen Geschäftsverbands, Yves Piron, die Olai-Reform beaufsichtigen.

Das Beratungsunternehmen Ernst & Young wurde im März beauftragt, das Integrationsamt Olai unter die Lupe zu nehmen. Untersucht werden sollte vor allem die Organisation und die Funktionsweise der Dienststelle. Ziel dieser Studie sei es, die Integrationspolitik in Luxemburg zu verbessern, hieß es. Im Juli stellte das Beratungsunternehmen dem Integrationsamt Olai ein vernichtendes Zeugnis aus. Daraufhin rief DP-Familienministerin Corinne Cahen (DP) zur Reform des Empfangs- und Integrationsamtes Olai auf.

Nun wurde am Freitag bekannt, dass der ehemalige Direktor des städtischen Geschäftsverbands, Yves Piron, den neu eingesetzten Lenkungsausschuss («comité de pilotage») im Olai führen wird. Laut Premierminister Xavier Bettel war der Posten ausgeschrieben. In diesem Zusammenhang haben die zwei CSV-Abgeordneten Gilles Roth und Diane Adehm eine parlamentarische Anfrage gestellt, wie und warum die Wahl auf Piron fiel.

Christiane Martin bleibt

Christiane Martin, Olai-Direktorin, wird weiterhin die Geschicke des Integrationamtes führen und Mitglied des Lenkungsausschusses sein.

Das Olaf ist eine 2008 ins Leben gerufene Verwaltung, die dem Familien- und Integrationsministerium untersteht.
Es hat die Aufgabe, sicherzustellen, dass die Integrationspolitik des Staates effizient und realitätsbezogen umgesetzt wird. Die Hauptinstrumente der Behörde sind der Aktionsplan für Integration und für die Bekämpfung von Diskriminierungen sowie der Aufnahme- und Eingliederungsvertrag.

Wenig Transparenz

In letzter Zeit wurde aber Kritik laut. Es wurde unter anderem von Ausländerorganisationen moniert, dass das Olaf nicht effizient genug funktioniere und nicht transparent genug sei.

Kritisiert wurde ebenfalls, dass viel Geld in die sogenannten Integrationsverträge investiert wurde, aber nur wenige Verträge abgeschlossen wurden.