590 Menschen haben in den ersten sieben Monaten dieses Jahres ihren Asylantrag in Luxemburg gestellt. Allein im Monat Juli waren es 106, wie das Außenministerium am Mittwoch meldete. 2012 waren im selben Zeitraum 1.438 Anträge verzeichnet worden. Der Monat Juli kannte mit 236 Anträgen den zweithöchsten Monatsstand des Jahres 2012.
Die meisten Antragsteller im Monat Juli stammten aus Kosovo (36). Zweitstärkste Gruppe (15) waren die Montenegriner. Nur wenige Asylbewerber stammten aus Krisenländern wie Syrien (4), Ägypten (2), Tunesien (2) oder Somalia (1).
Bürger aus den Balkanstaaten stellten 47,9 Prozent aller Asylbewerber in den ersten sieben Monaten dieses Jahres: Kosovo (99), Bosnien-Herzegowina (58), Montenegro (52), Albanien (44) und Serbien (30).
Eine Aussicht auf das Flüchtlingsstatut haben jedoch nur die wenigsten Antragssteller. 893 Entscheidungen fällten die Mitarbeiter der Immigrationsbehörde bisher in diesem Jahr. Nur 86 Bewerber dürfen bleiben. 444 Personen gingen in den ersten sieben Monaten in ihr Ursprungsland zurück, die meisten, 417, freiwillig. 27 wurden zwangsausgewiesen. Auch in dieser Statistik führen die Balkanländer. Zurück nach Bosnien-Herzegowina gingen 142 Personen, nach Serbien 119, nach Montenegro 62, in den Kosovo 50 und in die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien 27. Nach Albanien mussten 23 Personen zurück.
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