Ein Grund für das Nein zum Wahlrecht für Nicht-Luxemburger überragt alle anderen Argumente. 81 Prozent der Nein-Wähler zufolge müsse das Wahlrecht weiterhin an der Nationalität gebunden sein. Mit 70 Prozent folgt die Aussage: Das Wahlrecht verlangt eine Identifikation mit den luxemburgischen Werten. Um welche Werte es sich dabei handelt, ist jedoch nicht gewusst.Diese Argumente teilt die Stammwählerschaft sowohl der drei Regierungsparteien als auch der CSV fast gleichermaßen.
Das geht aus der TNS-Ilres-Umfrage hervor, die wenige Tage vor dem Referendum stattfand. Befragt worden waren insgesamt 1012 Personen.
Ihre Verweigerung des Wahlrechts für Jugendliche ab 16 Jahre begründeten die Wähler unter anderem damit, dass die jungen Menschen in anderen Bereichen minderjährig blieben, zum Beispiel beim Strafrecht (63 Prozent). 59 Prozent sind der Ansicht, die jungen Menschen hätten in diesem Alter andere Sorgen (59 Prozent). 58 Prozent sind der Ansicht, die jungen Menschen ließen sich zu einfach beeinflussen. Kaum Unterschiede gibt es auch in dieser Frage zwischen der Stammwählerschaft der einzelnen Parteien.
Es sei eine schlechte Idee, gute Politiker aus der Regierung zu verbannen. So argumentieren 79 Prozent der Wähler, die gegen eine Begrenzung der Ministermandate stimmten. 71 Prozent sind der Ansicht, der Wähler selbst entscheide durch seine Wahl, wer im Parlament und später in der Regierung einziehen soll.
Zu Demaart
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