Akim Schmit
Knapp 900 Wanderer ließen sich von Nieselregen und bedrohlich tief hängenden Wolken nicht abschrecken, und nahmen am Sonntag am 29. internationalem Wandertag in Junglinster teil. Zur Wahl standen drei Strecken von jeweils fünf, elf oder 22 Kilometern. Die Ersten schnürten ihre Stiefel um 7 Uhr, die Letzten machten sich um 14 Uhr auf den Weg. 70 Helfer sorgten am Start und Ziel, beim Mehrzweckzentrum Gaston Stein und an Kontrollpunkten an der Strecke für einen reibungslosen Ablauf.
Nachdem das Sportministerium in den vergangenen Jahren das Radfahren, Schwimmen und Laufen unterstützt hatte, wurde 2010 die Kampagne „Meter fir Meter. Komm géi mat op de Mound“, gestartet. Das Ehrgeizige Ziel – 400.000 Kilometer zu Fuß – wurde bereits im Mai erreicht. Jetzt wollen die Wanderer den ebenso langen Rückweg bis zum Jahresende schaffen.
Bis Dezember fehlen noch 300.000 Kilometer. Diese scheinen in Reichweite zu sein. Denn die Mitgliederzahl wächst seit dem Start der Kampagne rasant. Hatten zum Jahresanfang 2.545 Wanderer eine Lizenz gelöst, wurde gestern die 3.000. Lizenz ausgestellt. Die zehnjährige Ann-Jasmin Tong Sam nahm diese am Sonntag feierlich entgegen. Ihre acht Jahre junge Schwester Liane freute sich indes über Lizenz Nummer 3.001. Damit gehören die beiden Mädchen zu den jüngsten lizenzierten Wanderern der FLMP. Lust aufs Wandern bekamen die Schwestern durch ihren Vater, der schon länger ein begeisterter Wanderer ist.
Auf dem Mond will niemand bleiben
Die Wanderung am Sonntag war für Ann-Jasmin und Liane die erste offizielle. Zuvor unternahmen sie mit Vater Jimmy und Mutter Anabelle gemeinsame Spaziergänge in und um ihren Heimatort Junglinster.
„Wir mögen die Natur und die sportliche Betätigung an der frischen Luft“ sagt Anabelle. Neben dem Wandern sind die Geschwister auch begeisterte Schwimmerinnen und Turnerinnen. „Unsere Schulfreunde finden toll, dass wir wandern“, sagen beide unisono. Obwohl vor allem ältere Semester sich fürs Wandern begeistern, wie ein Blick zum Start- und Zielbereich verrät, haben beide ihren Spaß daran gefunden. Wegen der Lizenzüberreichung blieb am Sonntag gerade mal Zeit für eine lockere Fünf-Kilometer-Runde. Doch dabei wird es sicher nicht bleiben. Denn auf dem Mond will wahrlich niemand bleiben.
Zu Demaart
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