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Vorerst bleibt alles beim Alten

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LUXEMBURG - Luxair-Direktion und Gewerkschaften haben am Donnerstag die Fortsetzung der Kollektivvertragsverhandlungen vereinbart. Der neue Vertrag soll für die ganze Branche gelten.

Beide Seiten haben sich am Donnerstag etwas Luft verschafft. Direktion der Luxair und die Gewerkschaften wollen ihre Verhandlungen für einen neuen Kollektivvertrag erneut aufnehmen. Zurückgenommen hat die Direktion ihre Entscheidung, die alten Kollektivverträge (Angestellte und Arbeiter) für ungültig zu erklären. Sie hatte Ende September angekündigt, sich nicht mehr an diese alten Verträge zu halten und die darin vorgesehenen Lohnautomatismen gestoppt. Das ist das Ergebnis eines Treffens vor dem nationalen Schlichtungsamt hatten.

Abgemacht wurde des Weiteren, dass beide Seiten frühestens ab dem 6. November die Schlichtungsgespräche für gescheitert erklären können. Ab diesem Datum könnten die Gewerkschaften dann Streikaktionen starten. Mindestens solange bleiben die alten Kollektivverträge in Kraft. Sollten die Konfliktparteien sich entscheiden, auch nach dem 6. November zu verhandeln, bleiben die Verträge weiterhin in Kraft.

Der Druck der Billigkonkurrenz

Zustimmung fand bei der Luxair-Direktion der vom OGBL am Mittwochabend gemachte Vorschlag, den Luxair-Kollektivvertrag allgemein verbindlich zu erklären. Damit würde sich die Luxair vor Billigkonkurrenz vor allem bei den Bodendiensten schützen. Anfang nächsten Jahres sollen Dienste wie Catering, Gepäckhandling, Flugzeugreinigung und Checkin ausgeschrieben werden. Die Angst, dass Billig-Anbieter ohne kollektivvertragliche Verpflichtungen der Luxair bedeutende Arbeitsbereiche entreißen würden, ist groß. Würde die Luxair das von ihr betriebene Cargocenter verlieren, wäre die Existenz der Gesellschaft ernsthaft gefährdet.

Die Entscheidung, den Luxair-Vertrag als Branchenkollektivvertrag einzustufen, obliegt dem Nationalen Schlichtungsamt.

Die Gewerkschaften sind mit dem Verlauf der Sitzung am Donnerstag zufrieden. Man bewege sich in die richtige Richtung, aber überm Berg sei man noch nicht, so Hubert Hollerich vom OGBL. Zufrieden zeigte er sich, dass die Firma eine Beschäftigungsgarantie zugesagt habe.

Auch LCGB-Sekretär Aloyse Kapweiler gibt sich optimistisch. Wichtig sei, dass die erneut gültigen Verträge auch auf die neu einzustellenden Mitarbeiter angewandt werden. Man suche nach einer Lösung am Verhandlungstisch, auch wenn man einen Konflikt nicht scheue, betonte Kapweiler.