Geschichten aus Tausendundeiner Nacht? Für die Betroffenen schon. Der Beitrag wurde bereits am 12. August 2013 auf der Nachrichtenseite www.nuqudy.com veröffentlicht. Darin wird die Cargolux bezichtigt, zwischen 2006 und 2008 bei einem illegalen Zigarettenhandel mit Iran mitgewirkt zu haben. Impliziert waren u.a. die iranischen Revolutionsgarden. Das Geld habe das Regime in Teheran genutzt, um sein Nuklearprogramm zu finanzieren, heißt es.
Ex-Wirtschaftsminister Jeannot Krecké habe sich für die Fortsetzung der Cargolux-Flüge nach Teheran stark gemacht, obwohl dem damaligen CEO Uli Ogiermann die Sache nicht mehr ganz geheuer war und die Flüge in die iranische Hauptstadt begrenzen oder einstellen wollte. Krecké habe dann den ehemaligen Beamten im Wirtschaftsministerium und aktuellen Generalkonsul Luxemburgs in New York, Jean-Claude Knebeler, in den Verwaltungsrat der Cargolux gesetzt. Krecké und Knebeler hätten großes persönliches Interesse an eine Fortsetzung des „kriminellen Unternehmens“ gehabt, so die auf Wirtschaftsnachrichten aus dem arabische-sprachigen Raum spezialisierte Web-Seite. Beweise oder Quellen werden keine angegebe.
Korruption?
Krecké soll dann wegen Bestechlichkeit in einer anderen Angelegenheit zurückgetreten sein, so Nuqudy.com. Knebeler bezichtigt sie, beim Cargolux-Deal mit Qatar Airways seine Hände im Spiel zu haben und bei der Übernahme von Arcelor durch Mittal Steel dem „Feind“ wichtige Informationen zugespielt zu haben. Und
Die Betroffenen weisen den Bericht als frei erfunden zurück. Knebeler erwägt laut RTL juristische Schritte.
DP-Präsidenten Xavier Bettel hat das Thema in einer parlamentarischen Anfrage an den Premierminister und den Wirtschaftsminister aufgegriffen. Warum denn die Regierung derlei Behauptungen nicht dementiert habe, fragt er, der sich um den Ruf des Landes besorgt zeigt. Ob die Regierung beim Betreiber der Web-Seite interveniert sei, um den verleumderischen Artikel von der Seite zu nehmen?
Wer hinter der arabischen Wirtschaftsnachrichtenseite nuquby.com steckt, ist nicht nachvollziehbar. Gewusst ist, dass der domain-Name nuqudy.com der in London ansässigen Gesellschaft Noqoudi Entreprises gehört.
Zu Demaart
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