Für die anstehenden Chamberwahlen will der luxemburgische Nachhaltigkeitsrat (CSDD) die Wähler dazu anregen, sich ein paar Gedanken zu machen zum Thema Nachhaltigkeit ehe sie ihr Kreuz machen. Dafür bedient der Rat sich einer Umfrage, die er dazu durchführen ließ.
Dabei wurden u.a. Fragen zur Lebensqualität, der Klimaproblematik und zu Werten und sozialer Kohäsion gestellt. Nach dieser Umfrage sind 73 Prozent der Befragten etwa der Meinung, dass wir über unseren Verhältnissen leben und 74 Prozent meinen, dass ihr eigenes Verhalten wichtig sei, um die Gesellschaft zu verändern. Trotzdem sagen fast die Hälfte der Befragten (48 Prozent) auch, es solle sich auch nichts an ihrer persönlichen Situation ändern.
Klimaproblematik
Ähnlich sieht es bei der Klimaproblematik aus und so fordern etwa 80 Prozent der Umfrageteilnehmer, die Regierung solle mehr gegen Klimaveränderungen tun. Von den Wertvorstellungen her ergeben sich 80 Prozent für Freiheit und Gerechtigkeit, 90 Prozent für den Umweltschutz und immer noch 70 Prozent für das Zusammenleben der Kulturen.
Der Nachhaltigkeitsrat bedauert jedoch, dass nur wenige der Befragten auch bereit wären, bei sich etwas zu verändern und so wären etwa nur 42 Prozent bereit, mehr Steuern zu zahlen. Die Luxemburger seien bereit, Veränderungen einzufordern, fordern diese aber in erster Linie nicht von sich selbst, sondern von anderen.
Engagement und Veränderung
Der Nachhaltigkeitsrat empfiehlt den Wählern, die Bereitschaft der Parteien, die Gesellschaft im Sinne der Nachhaltigkeit weiterzubringen, selbst zu überprüfen und betont, Demokratie sei mehr als nur alle fünf Jahre zur Wahl zu gehen. Demokratie bedeute, sich persönlich auch zu engagieren und bereit zu sein, Veränderungen herbeizuführen und mitzutragen. Nachhaltige Entwicklung hieße, dass die Gesellschaft so aufgebaut werden sollte, dass auch künftige Generationen die gleiche Lebensqualität genießen können wie wir.
Der Nachhaltigkeitsrat ist ein von der Regierung geschaffenes Gremium, der aus 15 Personen besteht, die aus verschiedenen Bereichen der luxemburgischen Gesellschaft kommen und aufgrund ihres Wissens, ihrer Kompetenz und ihres gesellschaftlichen Engagements ausgewählt wurden. Die 15 Vertreter des Rates sind unabhängig, dürfen kein nationales politisches Mandat innehaben und sind als Privatpersonen Mitglied des Nachhaltigkeitsrates.
Zu Demaart
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