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Urlaub gestrichen

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Sommerzeit ist nicht immer Ferienzeit. Beschäftigte am Flughafen Findel dürfen auch außerhalb der Saison nicht in Urlaub gehen. Nun liegt der Gewerbeinspektion eine Beschwerde vor.

Systematisch wird Sicherheitsagenten ihr Wunsch auf Ferien abgeschlagen. So lautet der Vorwurf des Präsidenten der Personalvertretung von Lux-Airport Michel Bazzucchi an den Personalchef des Unternehmens, das den Flughafen auf Findel betreibt. In einem Brief, der vom OGBL-Sekretär Hubert Hollerich mitunterschrieben wurde, heißt es, dass die Anträge einzelner Mitarbeiter auf Urlaub immer wieder zurückgewiesen wurden. Anderseits würden einzelne Beschäftigte zwangsbeurlaubt. Es handle sich dabei insbesondere um Frauen nach dem Elternurlaub. Die Sicherheitsbeamten sind für die Kontrolle der Passagiere und des Gepäcks verantwortlich.

Die Gewerkschafter werfen der Unternehmensführung vor, bei der Urlaubsplanung der Belegschaft zu schlampen. Die systematische Ablehnung der Urlaubsanträge beeinflusse das Familienleben der Mitarbeiter in erheblichem Maße, sagen sie. Das sei unannehmbar. Zudem verstoße die Firma gegen das Arbeitsrecht. Die Gewerkschafter verweisen dabei auf ein Urteil des Berufungsgerichts vom 8. November 2012, wonach der Arbeitgeber bei drei abgelehnten Urlaubsanträgen gegen die gesetzliche Verpflichtung verstoße, dem Arbeitnehmer den gewünschten Urlaub zu gewähren.

Rund 280 Personen sind bei Lux-Airport beschäftigt, davon etwa 150 im Sicherheitsbereich. Die Problematik abgelehnter Urlaubsanträge führen die Belegschaftsvertreter unter anderem auf Personalmangel zurück. Ihren Berechnungen zufolge müssten bis zu 35 zusätzliche Agenten eingestellt werden. Um den Personalmangel zu beheben, wird auf die Dienste privater Sicherheitsfirmen zurückgegriffen.