Das Schengener Informationssystem ist eine Fahndungssoftware, die Polizei und Justiz in ganz Europa Daten etwa über gesuchte Verbrecher oder gestohlene Autos liefert. Am Dienstag ging mit SIS II eine neue Version der in Betrieb.
SIS II soll schneller sein als sein Vorgänger. So erfasst es auch biometrische Daten von Personen wie etwa Fingerabdrücke und Fotos. Gespeichert werden auch DNA-Proben, doch soll der Zugang streng reglementiert sein.
Verzehnfachung der Kosten
Die 26 Länder, die im Schengener Abkommen ihre Grenzkontrollen aufgehoben haben, wollten die Datenbank eigentlich schon 2007 in Betrieb nehmen. Doch zahlreiche Pannen und Probleme verzögerten die Fertigstellung. Die Kosten explodierten, sie belaufen sich nach Diplomatenangaben nun auf 160 statt ursprünglich 15 Millionen Euro.
Das Schengener Informationssystem ist seit dem 26. März 1995 in Betrieb, als die Grenzen zwischen den Mitgliedsländern des Schengen-Raums aufgehoben wurden. Es erfasst Daten zu Personen, die zur Fahndung ausgeschrieben sind oder vermisst werden, gestohlene Waffen, Autos und Ausweispapiere. Zugang haben lediglich die Sicherheitsbehörden der Schengen-Länder sowie Eurojust und Europol.
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