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Stunk um einen Kuhstall

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Ministerin Maggy Nagel weist Vorwürfe zurück, sie habe den Denkmalschutz gebeten, seine Entscheidung zum Bau eines Kuhstall auf dem Gelände der römischen Villa bei Vichten zurückzunehmen.

Ob der Bauer aus der Gemeinde Vichten nun seinen Kuhstall ausbauen und ein neues Gülle-Reservoir errichten kann, bleibt vorerst ungewiss. Das Gelände, auf dem das Projekt realisiert werden soll, ist archäologisch wertvoll. Dort war Anfang der 1990er Jahr ein gut erhaltenes römisches Mosaik, Überbleibsel einer römischen Villa, gefunden worden. Der Landwirt hatte damals an der Stelle einen Kuhstall errichten wollen, hatte aber darauf verzichten müssen und war dafür vom Staat finanziell entschädigt worden.

Wie RTL am Donnerstag meldete, sei versucht worden über die Kulturministerin Druck auf die zuständige Denkmalschutzkommission auszuüben, damit diese eine frühere Entscheidung zurücknehme. Der Ausschuss hatte sich gegen das vom Landwirt geplante Projekt ausgesprochen.

Das stimmt nicht, sagt die angesprochene Ministerin Maggy Nagel am Donnerstagabend. Sie habe keineswegs die Kommission gebeten, ihr Gutachten von Juni 2014 zu überdenken.

Bereits 2012 sei dem Landwirt der Bau eines neuen Stall und eines Zugangsweg genehmigt worden, mit der Auflage vor der Errichtung der Stützmauern archäologische Ausgrabungen vorzunehmen. Der Bau eines neuen Güllelagers stelle keine Probleme, betont Maggy Nagel. Für den neuen Kuhstall, der über dem Ostflügel der römischen Villa errichtet werden soll, soll der Landwirt der Denkmalschutzkommission einen alternativen Bauplan vorlegen.