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Schnelle Hilfe ist besser als ein Koordinator

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LUXEMBURG - Ebola-Koordinatoren werden keine benötigt. Experten seien bereits vor Ort, sagt der Luxemburger Europaabgeordnete Charles Goerens (DP) am Montag. Benötigt werden Hilfskräfte und Material.

Am Montag verständigten sich die EU-Außenminister in Luxemburg auf einen EU-Koordinator für Ebola. Ein EU-Koordinator sei ein «wichtiger Schritt», damit sich alle an der Hilfe gegen die schwere Epidemie beteiligen könnten, sagte Frankreichs Außenminister Laurent Fabius am Montag. Der Luxemburger EU-Abgeordnete Charles Goerens (DP) ist jedoch der Ansicht, dass vor allem schnelle, direkte Hilfe vor Ort benötigt wird, und keinesfalls ein Koordinator.

Logo" class="infobox_img" />Der EU-Abgeordnete Charles Goerens. (Foto: Editpress)

Goerens soll im Auftrag des Entwicklungsausschusses des Europa-Parlaments einen Ebola-Bericht erstellen. Die Unterstützung erfolge allzu langsam, bedauert Goerens. Organisationen wie MSF und das Rote Kreuz seien seit längerem bereits vor Ort. Sie würden genau wissen, woran es mangele. Sie müsse man fragen, so Goerens. Benötigt würden Personal und Material zur Bekämpfung der Epidemie. Man müsse sofort reagieren.

Personen, die sich dazu entscheiden, an der Bekämpfung der Epidemie vor Ort teilzunehmen, muss zugesichert werden, dass sie im Fall einer Ansteckung zur Behandlung in ihr Heimatland zurücktransportiert werden. Ein dafür vorgesehenes Spezialflugzeug reiche nicht, so Goerens. Die Mobilisierung lasse jedoch derzeit zu wünschen übrig, bedauert der Abgeordnete. Scheuen dürfe man sich auch nicht davor, Militär einzusetzen, so wie die USA das tun. Belobigende Worte fand Goerens auch für Kuba. Der karibische Staat hat 130 Ärzte ins Krisengebiet entsandt.

Goerens‘ Bericht soll die langfristigen Hilfsperspektiven für die Region aufzeigen. U.a. muss das Gesundheitssystem der betroffenen Länder für eine zukünftige Ebola-Krise gewappnet werden.